Henriette Freiin von Preuschen

Schloss Liebeneck

[aus: Burgen und Schlösser, 2 (2003), S. 99-105, dort mit weiteren Abbildungen,
mit freundlicher Genehmigung des Europäischen Burgeninstituts]

Abb.1: Das neue Schloss Liebeneck aus nordöstlicher Richtung mit dem alten Pächterhaus und Stall, Foto von 1881Schloss Liebeneck liegt rechtsrheinisch oberhalb des Dorfes Osterspai, nahe Koblenz. Es bildet mit dem im Vorfeld gelegenen Pächterhof Liebeneck, der gefassten ursprünglich namengebenden Quelle Grauborn und einem Familienfriedhof ein Ensemble. Das Schloss, wie es sich heute zeigt, wurde 1873 bis 1875 durch den Bopparder Architekten Joseph Balthasar Fuchs für Reichsfreiherr Franz von Preuschen von und zu Liebenstein errichtet. Es steht auf den Fundamenten eines niedergelegten Vorgängerbaues, eines Herrensitzes, der um 1590 entstand. Der größte Teil der Hofgebäude und der Familienfriedhof stammen aus der Zeit vor dem Neubau des Schlosses. Das alte Pächterhaus, die anschließenden Ställe und die große benachbarte Scheune sind wohl vor 1800 errichtet und in der Folgezeit verändert worden. Das neue Pächterhaus wurde 1849 gebaut, der Familienfriedhof um 1850 angelegt.
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Dieses Ensemble bildete 2001 Forschungsgegenstand einer von der Autorin verfassten Masterarbeit, deren bauhistorischer Teil die Grundlage dieses Artikels darstellt. Die Arbeit stützte sich in erster Linie auf Korrespondenzen und Planmaterial aus dem Freiherrlich von Preuschen’schen Familienarchiv in Osterspai und auf Unterlagen aus der Heimatkundlichen Sammlung der Stadtbibliothek Boppard. Historische Fotos und weitere Hinweise zum Neubau des Schlosses wurden von Ehrentraut Freifrau von Freytag-Loringhoven zur Verfügung gestellt. Die Veränderungen nach dem Zweiten Weltkrieg konnten durch Plan- und Fotomaterial der Eigentümer, Familie Schnierle, geklärt werden.
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Schloss Liebeneck gehörte zu der Herrschaft Osterspai-Liebenstein1, dessen Hauptsitz es vermutlich seit ungefähr 1590 war. Zu diesem Zeitpunkt gaben die Herren von Liebenstein die gleichnamige Burg als Hauptsitz auf, vielleicht weil sie strategisch ungünstig in ihrem dreigeteilten Gebiet lag oder wachsenden Ansprüchen nicht mehr genügte. Die Herrschaft, bestehend aus den Burgen Liebenstein und Osterspai mit dem zugehörigen Dorf, Liebeneck und dem Waldgebiet mit Höfen, gehörte seit dem 17. Jahrhundert zur Reichsritterschaft. 1651 wurde die ausgestorbene Familie von Liebenstein durch die Familie von Waldenburg genannt Schenckern abgelöst und 1793 der Jurist Freiherr Georg Ernst Ludwig von Preuschen von und zu Liebenstein für den von ihm erarbeiteten Nassauischen Erbverein mit der Herrschaft belehnt. Durch den Reichsdeputationshauptschluss wurde das Territorium zur Grundherrschaft und kam zum Herzogtum Nassau. Die nächste Generation wandelte den Besitz 1831 in ein Fideikommiss um und nutzte Schloss Liebeneck als Sommersitz.
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Das alte Schloss Liebeneck

Das alte Schloss Liebeneck hatte mehrere Bauphasen, die heute nur noch ansatzweise nachvollzogen werden können. Dennoch geben Briefe und Abbildungen wichtige Informationen über die Anfänge der Anlage 1590, das Schloss 1655 und das Erscheinungsbild der Anlage im 19. Jahrhundert, das sich genauer belegen lässt.
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Die Anfänge 1590: Ein Hauß auf dem Berg

Ein Hauß auf dem Berg bey Osterspey genant Liebeneck mit sambt einer alten scheuwren, und darzu uf ungefehr 40 Morgen ackers, ist einem hochwürdigen Domkapitull verleyt, wollen die Liebensteinschen Erben eigen machen, ist Anno 1590 erbawet worden …2. So verzeichnet 1610/15 das Weistum der Herrschaft Osterspai zur Zeit Johann Christoph von Liebensteins, der Liebeneck wohl dem Trierer Domkapitel abkaufte3. Vorstellbar ist eine Art herrschaftliches Gutshaus, das mit weiteren Hofgebäuden zusammen das Gut Grauborn bildete.
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Liebeneck im 17. Jahrhundert

Eine Bestandsaufnahme aus dem Jahr 1655 von den dem Grauborn zugehörigen Gebäuden führt auf: Ehrstelig das große gebhaw das hauptt und wohnhawß under einem gestreckten langen taich welches mit dreyen Eick thürmen versehen. alles in gutem Mawerwerk, zwy mit weniger guden gedaichs von blaven Leyen ohne Mangell gantz und wohl versehen. Neben diesem gebaw eine darbey begriffene Scheur derogleichen mit einem blaw Leysteynern taich wohl versehen, … neben der Schewer einen großen Stroschupp, under welchem sich zwen Fhystell befinden …4. Es wird auf weitere landwirtschaftliche Gebäude hingewiesen. Interessant ist die Aufzählung der Küche und der zugehörigen Räume, die augenfällig mit den Angaben der Teilungsurkunde von 1872 und einem Stich aus der Mitte des 19. Jahrhunderts in Verbindung zu bringen sind. Diese Räume lagen vermutlich im östlichen Teil des Schlöss­chens: Hier finden sich ein große Küche mit … zweyen Finsteren zu vorn zu, mit gehawenen steynen Rabatten … Item neben der Küche eine große Stube. ... Einem großen blechen Oven und zweyen großen Finsteren, mit außgehawenen steynen Rabatten … Neben dieser stuben ein große feyne Kammer und auf der ander seit ein klein …5. Weitere Räume werden teils mit Inhalt aufgezählt. Item vor under dem großen baw befindet sich ein gewullepter Keller
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…der romantischen Landschaft eine eigenthümliche Zier

Sorgfältig unterhalten, ungemein wohnlich und geräumig, einer herrlichen Aussicht genießend, ist Liebeneck der romantischen Landschaft eine eigenthümliche Zier6 beschreibt der Rheinische Antiquarius 1854. Dehio bezeichnete Liebeneck als ein Jagd- und Sommerschlößchen aus der Zeit um 1700 … nach Art des Trier-Koblenzer Frühbarock (Ravensteyn?)7. Das freundliche helle Liebeneck8 wird durch die Familie von Waldenburg, die von 1651 bis 1793 das Lehen innehatte, das barocke Erscheinungsbild erhalten haben, wie es Abbildungen von vor 1873 überliefern. Es ist nicht bekannt, ob Liebeneck in Folge des Pfälzischen Erbfolgekrieges von 1689 umfassend renoviert oder gar wiederaufgebaut wurde. Eine Brouillon-Karte aus der Zeit um 1800 zeigt über die übereinstimmende Anordnung der Gebäude hinaus die Gestaltung des Umfeldes, das wohl durch das 19. Jahrhundert hindurch und sogar in weiten Teilen bis heute erhalten blieb, aber einige Ergänzungen erfuhr. Die Teilungsurkunde von 1872 in Verbindung mit einer Lithographie und vorausgehender Korrespondenz ermöglicht die weitgehende Zuordnung der Gebäudeteile. Die innere Organisation des alten Schlossgebäudes lässt sich teilweise anhand der Briefe rekonstruieren.
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Die alte Schlossanlage von etwa 43 m Länge und 22,5 m Breite war um den »oberen Schlosshof« gruppiert: Im Südwesten, den Feldern zu, lagen das alte Hofhaus, der Stall und die Scheunen, die sich mit dem 1849 erbauten neuen Hofhaus zum »Ökonomiehof« orientierten. Auf der exponierten nordöstlichen Ecke erhob sich der massiv gemauerte Wohnteil mit einem runden viergeschossigen Eckturm mit vortretenden Gesimsbändern. Der Bau war hell verputzt und zwei- bzw. dreigeschossig zur Rheinseite. Er hatte ein hohes schiefergedecktes Dach. Im Süden schlossen sich die Küche und ein Anbau an, ebenfalls zwei- bzw. dreigeschossig, ferner ein niedrigeres Hofgebäude, in Fachwerk aufgeführt und wie die anderen Gebäude in Schiefer gedeckt. Dieses verschmolz mit der oberen Stützmauer, die den Hof auch nach Norden begrenzte. Im Norden war an das Hauptgebäude die Kapelle angefügt, die über die sog. Backhausmauer mit dem Backhaus verbunden war. Im Westen des Hofes lag zunächst ein Küchengarten, später der Schloßgarten. Dieser wurde zur Rheinseite bereits um 1800 durch eine Reihe von großen, heute noch erhaltenen Eiben begrenzt, die auch auf späteren Abbildungen wiedergegeben werden.
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Im Erdgeschoss des Schlosses, im Anbau, befand sich die Wohnung des Försters, bestehend aus vier hintereinander liegenden kleinen Kammern. Durch die … Küche gelangt man in die beiden sog. Archivzimmer, von welchen das eine heizbare nur das Vorzimmer zum anderen unheizbaren bildet und welche eine Höhe von 61/2 Fuß haben9. Hier befanden sich auch die Geschirr- und eine Mädchenkammer10. Über der Försterwohnung lag eine zweite Wohnung. Es schlossen sich weitere Zimmer an. Am Ende des Ganges [im steinernen Wohnteil] liegt das sog. Lederne Zimmer, der sog. Saal und das Kapellenzimmer, alle von 9 1/2 Fuß Höhe. Der Saal bildet abermals das Vorzimmer zum Kapellenzimmer …11.

Zur Gesamtanlage des alten Schlosses gehörte auch das bescheidene Lusthäuschen auf der Camper Spitze, zu dem ein direkter Weg über die Rheinhöhe durch Kamper Gebiet führte. Allein von diesem Punkt aus, mit weitem Blick über den Rhein, konnte der Betrachter die Beziehung zu der räumlich getrennten Burgruine Liebenstein, dem historischen Ausgangspunkt der Herrschaft, und damit ihre Gesamtheit, verstehen. Es wurde 1872 durch Vandalismus zerstört und nicht wieder aufgebaut.
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Das neue Schloss Liebeneck von 1873

Abb. 4: Entwurfszeichnung von Joseph Balthasar Fuchs für Frhr. Klemens August von Preuschen, 1875Schloss Liebeneck war zum Zeitpunkt des Abbruchs Fideikommissbesitz von Frhr. Franz Georg Ernst Ludwig von Preuschen von und zu Liebenstein (1804 bis 1887) und dessen Neffen Frhr. Klemens August Ludwig von Preuschen von und zu Liebenstein (1840 bis 1913). In der Familienkorrespondenz zeichnete sich seit 1870 ab, dass das abwechselnd als Sommersitz genutzte und spärlich ausgestattete ländliche Schloss den Ansprüchen von Franz nicht mehr genügte. Der gutsituierte Jurist war Präsident des Justizgerichts in Wiesbaden12. Seine Frau Emilie von Schwartzenau (1815 bis 1890) stammte aus einer vermögenden Familie. Beide wollten Lie­ben­eck ganzjährig bewohnen und wün­schten daher einen repräsentativeren Wohnsitz. Eine zeittypische Geringschätzung der Architektur des bestehenden Baues kann zu dieser Entwicklung beigetragen haben. 1870 begann Franz von Preuschen Vorschläge für einen Neubau zu machen, die von August abgelehnt wurden, der sich, sehr viel jünger und finanziell schlechter gestellt, in einer bedrängten Lage sah und Liebeneck nicht aufgeben wollte: Du nennst den vorderen Theil von Liebeneck unbewohnbar. Ich kann dieses jedoch einfach dadurch widerlegen daß derselbe von meiner Familie während unseres Aufenthalts in Liebeneck stets bewohnt wird. Um es kurz zu sagen: Liebeneck wie es jetzt ist genügt mir: Ich kann schlechterdings keinen Vertrag eingehen demzufolge ich in Zukunft den schönsten Theil entbehren müßte und mir nur armselige Kämmerchen verblieben13.
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Der Disput kreiste um die repräsentativere Nordseite mit Blick auf Osterspai und die Ostseite mit der besseren Aussicht über den Rhein. Der angeblich schlechte bauliche Zustand des Gebäudes wurde durch Reparaturkosten-Voranschläge belegt, deren Höhe von August von Preuschens Onkel Franz von Coll angezweifelt wurde. Er schrieb 1871: Ich sah doch vor einem Jahr das Gebäude in und auswendig und wüßte keine Reparaturkosten hieraus zu finden, welche ein Bruchteil von 6400 Thalern verschlingen könnte. Das scheint mir purer Schwindel, wo nur darum so hoch gegriffen um die Nothwendigkeit eines Neubaus klarer vor Augen zu legen14. Joseph Balthasar Fuchs aus Boppard, der später den Neubau verwirklichte, war einer der konsultierten Architekten15.
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Letztendlich unterzeichneten die beiden Eigentümer im Mai 1872 einen Teilungsvertrag über das Fideikommisseigentum16, der festsetzte: Das Wohnhaus zu Liebeneck wird abgelegt, und statt dessen ein neues aus zwei gänzlich geschiedenen Flügeln bestehendes Wohnhaus aufgeführt17. Franz von Preuschen erhielt zum Neubau den bestehenden östlichen Flügel, August eine Ablösesumme und die nördliche weitgehend freie Fläche in Richtung Osterspai mit Anbau rechts. Franz von Preuschen verwirklichte seinen Flügel 1873 bis 1875, während August von Preuschen aus verschiedenen Gründen nicht baute. 1872 wird mit dem Abriss des alten Schlosses begonnen.
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Der Architekt Joseph Balthasar Fuchs

Das neue Schloss Liebeneck wurde von dem Bopparder Architekten Joseph Balthasar Fuchs (1828 bis 1877) gebaut. Über ihn weiß man wenig. Er wurde am 23.3.1828 in St. Goar als Sohn des Steuermanns Christian Fuchs geboren18. Fuchs betrieb sein Architekturbüro im aufblühenden Boppard spätestens seit den 1870er Jahren. Über Fuchs’ Ausbildung ist nichts bekannt, ebenso wenig über seine Arbeit bis 1870. Seit dieser Zeit war er an verschiedenen Projekten in Boppard beteiligt. 1870 nahm er vertretungsweise die Stelle des Communal Kreisbaumeister Frank ein19. 1875 wurde er in Zusammenhang mit dem Wiederaufbau von St. Martin in Boppard genannt20, 1877 in Verbindung mit der Protestantischen Kirche in Bacharach21. In diesem Jahr war er auch in das Restaurierungsvorhaben der Karmeliterkirche in Boppard involviert22, das nicht ausgeführt wurde, wie auch die von ihm vorgeschlagene Neuausstattung der Kirche von Dellhofen, deren Zeichnungen von 1875 oder 1876 in Kopie erhalten sind und eine elegante neogotische Formensprache zeigen. Es ist anzunehmen, dass er ein akzeptiertes Mitglied der Bopparder Gesellschaft war, da er beispielsweise als Mitglied des Kriegervereins die Dekoration des Festsaales zum Empfang des Kaisers zu dessen Geburtstag entwarf23. Am 1.1.1877 starb er im Alter von 49 Jahren. In der Grabrede steht: Am Sonntag wurde einer unserer geachtetsten Mitbürger, Herr Architekt Fuchs, zur ewigen Ruhe bestattet. Was der Verstorbene in architektonischer Hinsicht geleistet, davon geben die vielen prachtvollen von ihm gebauten und entworfenen Villen Zeugnis, die sowohl in unserer Stadt als in der Umgegend stehen …24. Diese Bauten konnten von der Autorin bisher leider nicht lokalisiert werden.
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Der Schlossneubau

Ansichten und Grundriss des neuen Schlosses sind durch verschiedene Fotos von 1881, um 1900 und 1919 und einen Plansatz von 1875/76 belegt, der sowohl den bereits errichteten als auch den geplanten, nicht ausgeführten Anbau für August von Preuschen zeigt. Leider sind nur die Räume dieses nichtausgeführten Anbaues beschriftet, doch können die Raumfunktionen im ausgeführten Teil durch ihre Anordnung und durch Fotomaterial weitgehend belegt werden.

Das neue Schloss Liebeneck wurde im Stil der Neo-Renaissance entworfen und als ein streng aufgebautes, sorgfältig detailliertes Gebäude ausgeführt. Dies ist heute angesichts des vieler Baudetails beraubten Zustands nur schwer nachvollziehbar. Im Neubau wurde im nordöstlichen Bereich bis etwa zum Hofniveau das Mauerwerk des Vorgängerbaues in das neue Schloss Liebeneck integriert. Es ist zu vermuten, dass es sich bei dieser Maßnahme um die in der Aufzählung von 1655 bereits genannten Räume handelte. Zur Klärung dieser Frage ist hier jedoch eine Bauaufnahme notwendig.
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Das neue Schlossgebäude erweist sich als in seiner Kubatur kompakter (ca. 28 x 19,5 m) und ragt weiter in den Hofraum hinein als der Vorgängerbau. Es wurde in Backstein auf einem Bruchsteinfundament aufgeführt. Es ist zweigeschossig, zum Rhein hin das Souterrain ebenerdig zugänglich. Fernerhin vom Rhein sichtbar ist die Nordostecke, die wieder durch einen Rundturm akzentuiert wird, der, viergeschossig, mit einem Kegeldach versehen ist. Aus dem Baukörper ragt nach Osten ein turmartig erhöhter Risalit, nach Norden schiebt sich ein flacher Risalit mit Stufengiebel vor, aus dem im zweiten Stock ein Erker kragt. Auf der Hofseite zur Zufahrt tritt ein Treppenhaus hier aus. Die Westseite wird durch zwei Stufengiebel geprägt. An den rheinseitigen Giebel sollte der Bau des zweiten Familienzweigs anschließen. Im mittig gesetzten Giebelrisalit befindet sich der Eingang, der ein Doppelportal mit dem Allianzwappen von Preuschen-Schwartzenau aufweist.

Das Schlossgebäude ist verputzt, einzelne dekorative Elemente sind in Sandstein ausgeführt bzw. imitieren Sandsteinquaderung in Putz. Die Geschosse sind durch Gesimsbänder getrennt, die Ecken und Fenster durch Putzquaderung hervorgehoben. Das Walmdach war ursprünglich schiefergedeckt. Die Stufen der Giebel sind von einem Muschelmotiv aus Sandstein bekrönt, auf das ursprünglich feiner eiserner Zierrat gesetzt war. Die Dachfenster des Turm-Risalits und des Rundturmes sind gestalterisch mit den darunter liegenden Rundbogenfenstern verbunden.
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Verwaltungsräume, Speisezimmer und Küche befanden sich im Erdgeschoss. Im Obergeschoss waren die privateren Gesellschaftsräume, Schlaf- und Gästezimmer untergebracht. Die Räume gruppierten sich um die Halle. Im Dachgeschoss befanden sich die Dienstbotenzimmer. Der Keller war - bedingt durch seine Lage auf dem Felsen - klein. Im alten nördlichen Teil befanden sich der »Rotwein-Keller« und weitere Vorratsräume. Im neuen südlichen, räumlich gut organisierten Bereich waren der Kohlenkeller nach Westen und die Wäscherei nach Osten untergebracht.

Im Erdgeschoss führten die beiden Eingangstüren über ein Vestibül in die repräsentative Treppenhaushalle. Geradeaus befand sich das Esszimmer. Linkerhand nach Norden zu wurden über einen Stichflur ein Arbeitszimmer, eine Bibliothek im Turmzimmer und weitere Räume erschlossen. Diese waren wiederum durch einen Nebeneingang mit dem Hof verbunden, was deren hauswirtschaftliche Funktion nahe legt. Der Halle wurde nach Süden ein Treppenhaus angegliedert, nur durch zwei Säulen mit Rundbögen getrennt. Die Treppe ist dreiläufig mit gemeinsamem Antritt und wird im Osten durch Garderobe und WC, im Westen durch ein Nebentreppenhaus und die Küche flankiert. Küche und Garderobe hatten jeweils eine Tür, die unter den offenen Treppenabsatz führte, wo sich ein Nebeneingang in der Südfassade befand.
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Der grundsätzliche Aufbau des Obergeschosses gleicht dem des Erdgeschosses. Die Halle erschließt nach Osten das Herrenzimmer, das über dem Esszimmer liegt. Von diesem gelangt man über ein Boudoir in den sog. Saal, der mit dem Turmzimmer verbunden war und die beste Lage im Haus hatte. Das Lederzimmer schloss an den Saal an und war mit einem Erker ausgestattet. Es war über einen Stichflur mit der Halle verbunden. Kinderzimmer und Elternschlafzimmer, das über dem Vestibül dem Herrenzimmer gegenüber lag, waren nach Westen orientiert. Weitere Gästezimmer flankierten die Haupttreppe.

Fotos von 1900/1901 und von 1917 ermöglichen Einblicke in die damalige Ausstattung der Innenräume und sollten deswegen ausführlicher angesprochen werden. Treppenhaus, Saal und Lederzimmer sind besonders bemerkenswert. Das Treppenhaus hat noch heute im Erdgeschoss einen Fliesenboden mit blau-grau-weiß gemusterten enkaustischen Fliesen. Die Säulen, die Rundbögen tragen, sind in dunkelrotem Marmor mit korinthischen Kapitellen ausgeführt. Linkrusta ist entlang der Treppenläufe und in der Halle halbhoch als Wandverkleidung verwendet. Übergeordnete und untergeordnete Türen werden durch ihre Größe unterschieden. Bemerkenswert ist die gemalte Dekoration an der Decke, als Friese an den Wänden und innerhalb der Rundbögen als stilisiertes grünes Blattwerk ausgeführt. Sie erinnert an die Dekoration der in der Mitte der 1860er Jahre durch den Bopparder Architekten Zweck renovierten Kirche des Franziskanerklosters in Boppard25. Die Treppenhausfenster, im Zweiten Weltkrieg weitgehend zerstört, waren vom Sohn des Erbauers Ludwig (1846 bis 1887), der an der Düsseldorfer Kunstakademie Malerei studiert hatte, entworfen worden. Sie stellten die für die Familie relevante Legende der »Feindlichen Brüder« dar, die im unteren Feld durch das Allianzwappen von Preuschen-Schwartzenau und den Spruch: … ut so sitze feste. alter sitz der ist der beste. Anno 1873 ergänzt wurde. Er versinnbildlicht, dass der Neubau in der Tradition des alten Schlosses begriffen werden sollte.
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In diesem Sinne ist im heute verlorenen Lederzimmer die Ledertapete des alten Schlosses oberhalb der halbhohen Holzvertäfelung wiederverwendet worden. Der Raum ist in Manier der deutschen Neo-Renaissance ausgestattet. Das Familienwappen derer von Schwartzenau wurde für die Stühle und das Tischchen verwendet. Schwere Textilien und Portieren sowie ein Bärenfell prägten den üppigen Raumeindruck. Ein Bild mit altmeisterlichem Habitus zeigte ein Paar in altdeutscher Tracht. Wie im Treppenhaus wird in diesem Raum die Kontinuität des Familiensitzes inszeniert. Im Gegensatz hierzu war der Saal um 1917 als Hauptwohn- und Repräsentationsraum mit den nun wieder geschätzten Barock- und Biedermeiermöbeln und einem Flügel ausgestattet.

Teile des parkartigen Gartens sind durch eine Serie von Fotos der Jahrhundertwende überliefert. Der vormalige Schlosshof wurde von der Auffahrt eingenommen. Das Backhaus des alten Schlosses wurde beibehalten und als »Kegelhäuschen« genutzt. Es wurde nach dem Zweiten Weltkrieg abgebrochen. Die Backhausmauer, ungefähr mannshoch, mit überhöhten Strebepfeilern und einer überwölbten Pforte, blieb ebenfalls bestehen und wurde erst in den 1960er Jahren abgerissen. Der Haupteingang war noch in den 1930erJahren von Pflanzkübeln mit Oleander und Aloen flankiert. Ein Wintergarten nahm zeitweilig den Raum zwischen Gartentreppe und Rundturm, ein26. Um das Schloss führte ein von Blumenbeeten gesäumter Weg. Der westliche Teil des Gartens mit den alten Eiben wurde als Gemüsegarten beibehalten. Ein rustikaler Lustpavillon aus mit Rinde belassenen Stämmen, die sog. Mathildenhöhe, befand sich östlich des Schlosses und bot einen weiten Blick über den Rhein.
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Vorbilder

Bei der Ausformung des neuen Schlosses ist zu beobachten, was Wolfgang Brönner als Angleichung der Lebensweisen von Adel und Bürgertum beschreibt27. Denn das neue Liebeneck ähnelt im Aufbau einer Villa und tradiert gleichzeitig Elemente des alten bescheidenen Schlossbaues. Aus pragmatischen Gründen blieben Grundmauern des alten Schlosses bestehen. Gleichzeitig wurden Raumzusammenhänge übernommen, wie im Erdgeschoss die Anordnung von Archiv und Arbeitszimmer und im Obergeschoss Saal und Lederzimmer belegen. Das neue Schloss steht damit in der Kontinuität des Vorgängerbaues, dessen Zerstörung offenbar nicht als Traditionsbruch angesehen wurde (… alter sitz der ist der beste). Dieser Hang zur Tradition, ganz in der Mode der Zeit und nicht allein Ausdrucksmittel des Adels, findet sich auch in der Einrichtung des Lederzimmers im deutschen Neo-Renaissance-Stil und dem verlorengegangenen Treppenhausfenster wieder.
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Die Architektur des als eklektizistisch zu bezeichnenden Schloss Liebeneck unterliegt vielfältigen Einflüssen. Das Vorbild regionaler Renaissancearchitektur ist im Motiv des muschelbekrönten Treppengiebels vom Lorcher Hilchenhaus von 1546 bis 1548 zu finden. Die Neo-Renaissance im historistischen Schlossbau scheint auch allgemein vorbildhaft auf den Bau von Schloss Liebeneck gewirkt zu haben. Es weist in der Gestaltung der geschossübergreifenden Gauben, den hohen Dächern und den Gesimsbändern Ähnlichkeiten mit dem Schweriner Schloss auf, das - von französischer Renaissancearchitektur beeinflusst - von Georg Demmler und Friedrich August Stüler 1843 bis 1857 errichtet wurde. Die Muschelornamente der Treppengiebel in Liebeneck begegnen uns in der Folgezeit z. B. in Boppard an der Gartenvilla Simmerner Str. 11a, die um 1890 erbaut wurde28. Anklänge an romanische Bauformen, wie in den mehrfach auftretenden gekuppelten Rundbogenöffnungen mit kreisrunder Öffnung im Zwickelfeld, deuten auf zeitgenössische neoromanische Vorbilder hin. Bereits im rheinischen Kirchenbau verwendet, dem Fuchs nachweislich nahe stand, wurde der neoromanische Stil schon 1832 bei dem Wiederaufbau von Rheineck gewählt29. Die Massengliederung des Baukörpers mit Hauptbau, Turm, Stufengiebeln, mächtigem Risalit und Gesimsbändern erinnert an das 1854 bis 1858 von V. Statz neugotisch auf den Ruinen des Vorgängerbaues errichtete Schloss Sinzig30, wie auch an die Villa Thonet in Boppard, die um 1870 von Franz Thonet als repräsentative Gartenvilla31 errichtet und 1945 zerstört wurde. Trotz wichtiger Unterschiede zeigt die Villa Thonet einzelne mit Liebeneck vergleichbare Elemente im Äußeren wie in der Grundriss­konzeption. Sie war weithin durch ihren viergeschossigen Eckturm mit profilierten Geschossgesimsen sichtbar. Aber auch hier finden sich die gliedernden Teile in Sandstein. Der Eingang befindet sich in einem geringfügig vortretenden Giebelrisalit. Hinter dem Vestibül öffnet sich eine Halle, an die ein Treppenhaus mit einer in der Anordnung vergleichbaren Treppe angegliedert ist. Im Gegensatz zu Liebeneck ist sie in unverputztem Bruchstein errichtet worden.
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Auch der Neubau von Burg Klopp über Bingen (1875 bis 1879, Architekt Eberhard Soherr), eines ebenfalls blockhaften Baukörpers, präsentiert sich zur Rheinseite mit Stufengiebeln und ähnlich gegliederten Fassaden. Schloss und Gut Schönberg bilden wie Liebeneck eine Gesamtanlage, wobei hier das spätere Schloss Schönberg ab 1886 durch Umbau und Ergänzen eines 1870 als Waisenhaus wiederaufgebauten Gutsgebäudes entstand32. Architekt war der Bauinspektor August Heins aus Boppard, der ebenfalls Anbauvorschläge für den zweiten, nicht realisierten Bauabschnitt von Liebeneck machte. Die Anlage hat ihre charakteristische Schauseite ebenfalls zum Rhein hin ausgebildet. Hier finden sich zwei Giebel, jedoch ausgeführt als einfache Schräggiebel. Auch die auf der Fläche eines halben Oktogons vorkragende Terrasse und die Kleinteiligkeit sind ähnlich. Schloss Schönberg scheint jedoch ungleich aufwändiger ausgestattet gewesen zu sein als das bescheidenere Liebeneck.
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Veränderungen der Folgezeit

Abb.8: Der »Neue Weg« um das Schloss, Foto der 1930er Jahre1918 wurde Schloss Liebeneck von französischen Truppen requiriert und verwüstet. In der Folgezeit wieder instandgesetzt erlitt es im Zweiten Weltkrieg nur leichte Beschädigungen. Doch die größten Verluste an Bausubstanz hatte es während der 1960er Jahre hinzunehmen, als es an den Hotelier Doysen in Erbpacht kam. Dieser veränderte mit Durchbrüchen und Schließen von Türöffnungen insbesondere die Raumzusammenhänge im nordöstlichen Teil des Erdgeschosses. Er entfernte wandfeste Ausstattungsteile, verbaute die Ostseite mit einer Terrasse u.v.m. Die 1972 als Eigentümer nachfolgende Familie Schnierle versuchte, diese Beeinträchtigungen zum Teil rückgängig zu machen, doch leider wurden im Zuge der von ihnen veranlassten Maßnahmen die vordem braun gestrichenen originalen Holzfenster durch weiße Plastikfenster ersetzt.
Heute präsentiert sich die Schlossanlage Liebeneck, obwohl noch manches erhalten ist, in Folge dieser Veränderungen vernachlässigt. Durch angemessene Reparaturen und eine denkmalverträgliche Nutzung wäre es möglich, die gestalterische Integrität dieses Schlosses wiederherzustellen, das seine Wirkung erst in dem gewachsenen Ensemble und in der umgebenden Landschaft entfalten kann.
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Anmerkungen

1 Vgl. Meinhard Sponheimer, Landesgeschichte der Niedergrafschaft Katzenelnbogen und der angrenzenden Ämter auf dem Einrich, S. 110 ff.

2 Otto E. Fink, Das Baujahr des einstigen Schlößchens Liebeneck (alt), S. 64-65

3 Dem Rheinischen Antiquarius zufolge wurde Liebeneck dagegen als ein schloßartiges Gebäude von Christoph von Liebenstein errichtet, was sich vermutlich auf Johann Christoph von Liebenstein bezieht, der das Lehen bis zu seinem Tode 1637 innehatte (Christian v. Stramberg, Denkwürdiger und nützlicher Rheinischer Antiquarius, S. 526).

4 FA Verwaltungsarchiv I 47, Grauborn, wie es war, 1655 (Abschrift).

5 Ebd.

6 Christian v. Stramberg, Denkwürdiger und nützlicher Rheinischer Antiquarius, S. 526.

7 Gemeint ist der Architekt Philipp Honorius Ravensteyn. Georg Dehio, Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler. Rheinland-Pfalz, Saarland, S. 802.

8 Karl Baedeker, Die Rheinlande, S. 217.

9 Ein Fuß entspricht hier etwa 0,33 m. FA I 165, Brief Franz von Preuschen an August von Preuschen vom 25.6.1871.

10 FA I 165, Briefe vom 3.6.1870, nach dem 3.6.1870, vom 10.7.1870 und nach dem 10.7.1870.

11 FA I 165, Brief Franz Ludwig von Preuschen an August von Preuschen vom 25.6.1871.

12 Franz von Preuschen war Fürstlich Nassauischer Kammerherr und Ober-Appellations Geheimer Rat.

13 FA I 165, Brief August von Preuschen an Franz von Preuschen nach dem 10.7.1870.

14 FA I 165, Brief Franz von Preuschen an August von Preuschen vom 17.11.1871.

15 FA I 165, Brief Franz von Coll an August von Preuschen vom 11.7.1871.

16 FA I 165, Teilungsvertrag vom 25.4.1872.

17 FA I 165, Teilungsvertrag vom 25.4.1872, § 1.

18 Standesamt St. Goar/Oberwesel Nr. 38, Geburtsurkunde Joseph Balthasar Fuchs. Fuchs war mit Margarete Pansel verheiratet.

19 Landeshauptarchiv Koblenz (618) Portfolio 220, 11.1.1870/7.2.1870: Der Communal Kreisbaumeister Frank ist gestorben. Bis zur Wiederbesetzung der Stelle wollen Sie daher in vorkommenden Fällen anderweitige technische Hilfe beschaffen. St.Goar, den 11.Jan. 1870. Der königl. Landrath. In der Sitzung d. 7.2. wurde Architekt Fuchs gewählt.

20 Bopparder Zeitung, 6.2.1875.

21 Bopparder Zeitung, 2.5.1877.

22 Heimatkundliche Sammlung der Stadt Boppard, Karmeliterkirche 16, 1.7.1877.

23  Landeshauptarchiv Koblenz (618) Portfolio 258, 29.7.1870; Bopparder Zeitung, 12.5.1875.

24 Bopparder Zeitung, 7.11.1877.

25 Alkmar v. Ledebur, Die Kunstdenkmäler des Rhein-Hunsrück-Kreises 2.1, Stadt Boppard, S. 321.

26 Information von Ehrentraut Freifrau von Freytag-Loringhoven. Durch diesen Wintergarten wurden die Heizungsrohre geführt, um ihn warm zu halten.

27 Wolfgang Brönner, Die bürgerliche Villa in Deutschland 1830-1890, S. 63.

28 Alkmar v. Ledebur, Die Kunstdenkmäler des Rhein-Hunsrück-Kreises 2.1, Stadt Boppard, S. 658.

29 Vgl. Ursula Rathke, Schloß- und Burgenbauten, S. 350, vgl. die Nordseite von Schloss Sinzig.

30 Vgl. ebd., S. 354.

31 Wie Anm. 28, S. 640.

32 Vgl. E. Sebald, Die Kunstdenkmäler des Rhein-Hunsrück-Kreises 2.2, Stadt Oberwesel, S. 784.

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Primärliteratur und Archivalien

Bopparder Zeitung. Volksblatt und Anzeiger für den Kreis St. Goar vom 6.2.1875; 12.5.1875; 2.5.1877; 7.11.1877.

Freiherrlich von Preuschen’sches Familienarchiv Burg Osterspai (FA), Verwaltungsarchiv:
I 47, Grauborn, wie es war 1655 (Abschrift).
I 165, Brief von Franz von Preuschen an August von Preuschen vom 3.6.1870.
I 165, Brief von August von Preuschen an seine Mutter Marie von Preuschen nach dem 3.6.1870.
I 165, Brief von Marie von Preuschen an August von Preuschen vom 10.7.1870.
I 165, Brief August von Preuschen an Franz von Preuschen nach dem 10.7.1870.
I 165, Brief Franz von Preuschen an August von Preuschen vom 25.6.1871.
I 165, Brief Franz von Coll an August von Preuschen vom 11.7.1871.
I 165, Brief Franz von Preuschen an August von Preuschen vom 17.11.1871.
I 165, Teilungsvertrag vom 25.4.1872.

Heimatkundliche Sammlung der Stadt Boppard: Stollenwerk-Kartei, Karmeliterkirche 16, 1.7.1877.

Landeshauptarchiv Koblenz (618): Portfolio 258, 29.7.1870; Portfolio 220, 11.1.1870/7.2.1870.

Standesamt St. Goar / Oberwesel: Nr. 38, Geburtsurkunde Joseph Balthasar Fuchs.
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Sekundärliteratur

Karl Baedeker, Die Rheinlande, Koblenz 1849 (Ndr. Dortmund 1978).

Wolfgang Brönner, Die bürgerliche Villa in Deutschland 1830-1890, Worms 19942.

Georg Dehio, Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler. Rheinland-Pfalz, Saarland, München 19842.

Otto E. Fink, Das Baujahr des einstigen Schlößchens Liebeneck (alt), in: Burgen und Schlösser, 1979/I, S. 64-65.

Alkmar v. Ledebur, Die Kunstdenkmäler des Rhein-Hunsrück-Kreises 2.1, Ehemaliger Kreis St. Goar, Stadt Boppard, 2. Bd. (Die Kunstdenkmäler von Rheinland-Pfalz, Bd. 8), München 1988.

Henriette v. Preuschen, Schloss Liebeneck: A Nineteenth-Century Country House. Architectural and Historical Analysis and Conservation Concept, unveröff. Masterarbeit, The University of York, Department of Archaeology inc. The Institute of Advanced Architectural Studies, Centre for Conservation, York 2001.

Ursula Rathke, Schloß- und Burgenbauten, in: Eduard Trier / Willy Weyres (Hrsg.), Kunst des 19. Jahrhunderts im Rheinland, Bd. 2, Düsseldorf 1980, S. 343-362.

E. Sebald, Die Kunstdenkmäler des Rhein-Hunsrück-Kreises 2.2, Ehemaliger Kreis St. Goar, Stadt Oberwesel (Die Kunstdenkmäler von Rheinland-Pfalz, Bd. 9), München 1997.

Meinhard Sponheimer, Landesgeschichte der Niedergrafschaft Katzenelnbogen und der angrenzenden Ämter auf dem Einrich, in: Edmund E. Stengel (Hrsg.), Schriften des Instituts für geschichtliche Landeskunde von Hessen und Nassau, Bd. 11, Marburg 1932.

Christian v. Stramberg, Denkwürdiger und nützlicher Rheinischer Antiquarius, Koblenz 1854.

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