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Teil 4
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Im
Todesjahr der Kaiserin Friedrich war die pompöse Siegesallee in Berlin mit Kaiser Wilhelms berühmt-berüchtigter "Rinnsteinkunst"-Rede eingeweiht worden. Es war ein weiterer Affront gegen
Viktoria und ihren verstorbenen Mann, dass dieser Skulpturenpark brandenburg-preußischer Herrscher mit Kaiser Wilhelm I. endete – und nicht mit Kaiser Friedrich III.. Um diesen Fauxpas wenigstens
ein bißchen zu mildern, sollte schließlich nach dem Tod der Kaiserin Friedrich in Berlin ein gemeinsames Denkmal für sie und ihren Mann errichtet werden. Kaiser Wilhelm II. bestimmte als
Architekten naheliegenderweise Ihne, der mit seinem Mitarbeiter Albert Wassermann auf dem Platz vor dem Brandenburger Tor eine Anlage entwarf. Der Platz sollte völlig umgestaltet werden, "wobei
Baukunst, Bildnerei und Gartenkunst zusammenwirken sollen. Dazu hat Geh. Oberbaurat Ihne bereits einen Entwurf geschaffen, der die Zustimmung des Kaisers gefunden hat. (...) Für die Architektur sind
die Formen des Schlüterschen Barockstils gewählt worden, den Kaiser Friedrich besonders geliebt hat."(69)
An der Qualität der Ausführung gab es berechtigten Grund zur Kritik. Da der Mörtel der Brunnenanlage nicht lange genug aushärten konnte, wurde er teilweise ausgespült, so dass einige undichte
Stellen entstanden waren und der Springbrunnen abgeschaltet werden musste.(70) Das Denkmal wurde am Geburtstag Kaiser Friedrich III., am 18. Oktober 1903,
eingeweiht. Richtig funktionstüchtig war der Brunnen nicht und erst im Sommer 1904 konnten die Wasserspiele wieder in Betrieb genommen werden.
Die Kritik an diesen Denkmälern war ausgesprochen giftig: "Diese Geißelung des guten Geschmacks übersteigt in der Tat alles Maß."(71) Um mehr
Ausgewogenheit war der Mitherausgeber der Zeitschrift "Der Städtebau" bemüht, der ausführte, dass "die viel getadelten Marmorbrüstungen zum Abschlusse der großen Fläche gegenüber dem
gewaltigen Brandenburger Tore einerseits, und zum Übergange der Platzarchitektur zum Tiergarten andererseits notwendig sind, darum auch nicht viel kleiner sein dürfen. Mehr als dekoratives Beiwerk
wirken allerdings die Figuren der Denkmäler, die im Maßstab nicht zum Unterbaue passen, und die auch in der gewählten Aufstellung nicht glücklich wirken. Namentlich die Büsten sehen wie zufällig
auf die Brüstung hingestellt aus, und sind zu klein im Verhältnisse zu den Adlern und Vasen, die die Endungen der Brüstungen betonen."(72)
Die Denkmäler gaben bald nach der Einweihung Anlass für die Vermutung, dass die beiden Flügelhäuser am Brandenburger Tor nicht zuletzt deshalb niedergelegt werden sollten, um vom Pariser Platz
einen freien Blick auf sie zu haben.(73) So vermessene Ideen hegte nicht einmal Kaiser Wilhelm II., der sonst für fast jede skurrile Idee zu haben war, aber
solche Gerüchte zeigen, dass ein Teil der öffentlichen bzw. veröffentlichten Meinung nun auf Konfrontationskurs zum Kaiser und seinem Hofarchitekten gegangen war.
Die Reste der durch die Straßenkämpfe beschädigten Denkmalanlagen wurden offenbar nach dem Zweiten Weltkrieg im Frühjahr 1950 entfernt.(74)
Im
Bewußtsein der wenigen, die sich seiner erinnern, ist Ernst von Ihne vor allem durch die Bauten der Königlichen Bibliothek und des einstigen Kaiser-Friedrich-Museums, das heute den Namen Bodemuseum
trägt, beide in Berlin. Heutzutage ist dieses Erinnern u.a. bedingt durch die Planungen für die Um- und Neugestaltung der Sammlungen und ihrer Gebäude auf der Museumsinsel.
Die "Berliner Architekturwelt" ordnete seinerzeit die Pläne zum Bau des Museums in die Neugestaltung des Schlossbezirks durch Wilhelm II. ein. Ausgehend vom einstigen Wirken Schlüters in diesem
Bereich "und in dankbarer Würdigung dieses großen Genius hat Kaiser Wilhelm II., der kühnste und thatkräftigste Bauherr aus dem Hohenzollerngeschlecht, sich die Aufgabe gestellt, die Insel mit
dem Schlüterschen Bau möglichst auf allen Seiten von Bauwerken zu umgeben, die sich an den von Schlüter in Berlin vertretenen Barockstil anschließen. Die Ausführung dieses großen Baugedankens
ist mit Freude zu begrüßen."(75)
Schon in den Jahren 1880/81 hatte sich die Direktorenkonferenz der Königlichen Museen einstimmig für den Neubau eines Museums für nachantike Kunst ausgesprochen.(76)
Nachdem zwei Wettbewerbe 1882 und 1884, die teilweise eine Überbauung oder Verlegung des Stadtbahnhindernisses vorsahen, nicht zur allgemeinen Zufriedenheit verlaufen waren, hatten Beamte von
Kultusministerium und des Ministeriums für öffentliche Arbeiten unter Vorsitz des Generaldirektors der Staatlichen Museen, Richard Schöne (1840-1922) überlegt, die drei vorgesehenen Museumsbauten
an "angesehene Architekten" zu vergeben.(77) Das wurde durch die Intervention des neuen Kaisers Wilhelm II. verhindert, der Ihne an den Planungen der neuen
Museen beteiligt sehen wollte. Dies sei nicht zuletzt der energischen Fürsprache der Kaiserin Friedrich für Ihne und für ein Renaissancemuseum zu danken gewesen.(78)
Viktorias Mann war seit 1871 Protektor der Königlichen Museen. Es war zwar eine Aufgabe die Friedrich durchaus interessierte, aber er empfand es als das, was es realiter war. Es war eine
Entschädigung dafür, dass ihm jegliche politische Einflussmöglichkeit genommen worden war.
Zu berücksichtigen ist bei der Wahl Ihnes und den Planungen des nur knapp 2 ½ Jahre jüngeren, seinerzeitigen Direktors der Gemäldegalerie Wilhelm (von) Bode (1845-1929) auch der Kontakt zwischen
Bode und Ihne. Dieser hatte sich durch den Bau des Schlosses Kronberg als Witwensitz für die Kaiserin Friedrich nach 1888 ergeben. Allerdings sei Bode an der Ernennung Ihnes zum Architekten des
Museums weder beteiligt gewesen, noch habe er Widerstand gezeigt.(79) Bode selbst schrieb dazu: "Die Ausarbeitung der Pläne des Renaissancemuseums erhielt der
Architekt Ernst Ihne, der sowohl von der Kaiserin Friedrich, wie vom jungen Kaiser besonders bevorzugt wurde und durch Reisen unter Protektion der Kaiserin-Witwe sich eine gute Kenntnis der modernen
englischen und französischen Architektur angeeignet hatte."(80) Die beiden anderen Museen sollten von Baurat Franz Schwechten (Gipsmuseum) und Baumeister
Fritz Wolff (1847-1919; Antikenmuseum) entworfen werden.

Knappe Finanzen, ein schwieriger Baugrund, Krankheit Ihnes, unablässige Streitereien zwischen Ihne, dem ausführenden Baumeister Max Hasak (1856-1934), Direktor Bode und dem Generaldirektor der
Staatlichen Museen, Richard Schöne (1840-1922), aber auch teilweise unvollständige Unterlagen der beteiligten Architekten verzögerten das Projekt jedoch um Jahre.(81)
Bodes Klagen über Verzögerungen durch Ihne können durchaus zutreffen, da Ihne oft auf Reisen war und termingerechtes Arbeiten nicht unbedingt zu seinen großen Stärken zählte.
Die Fassaden gestaltete Ihne mittels korinthischer Kolossalordnung und übergiebelter Risalite, wobei sich die Gliederung der überkuppelten Eingangslösung an Palladio und seiner Loggia des
Capitaniato orientierte.(82) In dem offiziösen Werk "Der Kaiser und die Kunst" wurde explizit darauf hin gewiesen, dass die architektonische Grundidee,
insbesondere der Ausbau und die Ausgestaltung der Räume mit dekorativen Schöpfungen alter Kunst in Harmonie mit den darin aufgestellten Kunstwerken, der Initiative des Kaisers zu verdanken sei.
Wilhelm II. habe sich dabei die Grundsätze einer von der Kaiserin Friedrich bereits 1883 verfassten und eigenhändig niedergeschriebenen Denkschrift für die innere Einrichtung eines
Renaissancemuseums völlig zu eigen gemacht.(83)
Problematisch blieb die Gestaltung der Spreebogenfront unter der Prämisse einer symmetrischen Fassadengestaltung, da es sich bei dem Grundstück nicht um ein gleichschenkliges Dreieck handelt,
sondern die Kupfergrabenseite kürzer ist. Die Kupfergrabenseite weist 12 Achsen auf, während die Spreeseite fünf mehr enthält. Ihne hat diese fünf Achsen etwas von der Spree abgerückt und die
Ecke Spree / Stadtbahn geknickt. Das gleiche Problem stellte sich auf der Stadtbahnfront. Hier sind es eigentlich 17 Achsen, von denen drei zum leicht betonten Mittelrisalit gehören. Anderthalb
Achsen sind zusätzlich an der Ecke Spree / Stadtbahn sichtbar.
Der Grundriss wurde in Form eines sich an Spree, Kupfergraben und Stadtbahn orientierenden Dreiecks gestaltet, in das zusätzlich eine Mittelachse ausgehend von der Inselspitze bis zur Mitte der
Stadtbahnfront eingeplant wurde. In dieser Mittelachse folgte auf das monumentale Treppenhaus, nach einem Durchgang eine stattliche "Basilika" von 30 Metern Länge, 17 Metern Breite und 16 Metern
Höhe. Ihre Gestaltung lehnte sich an einfache Florentiner Hallenkirchen vom Anfang des 16. Jahrhunderts (u.a. San Francesco unter San Miniato) an. In ihr wurde Platz für umfangreiche Altarwerke
geschaffen.(84) Die drei von der Mittelachse abzweigenden Seitenflügel, die dadurch fünf Innenhöfe schufen, sorgten auf den ersten Blick für einen etwas
verwirrenden Wegeverlauf. Die Generalverwaltung der Museen versuchte mit einem rot in die Grundrisse eingedruckten "Ariadne"-Faden in der dritten Auflage ihres Museumsführers (1905) eine gewisse
Orientierungshilfe zu geben. Allerdings lässt sich die Verwirrung auflösen, wenn man sich die Ecke Spree - Stadtbahn wegdenkt. "Ohne diesen ergibt sich eine symmetrische Anlage von völliger
Klarheit. Auch funktionell erscheint der Plan durchdacht."(85) Im Inneren zeigten "die Doppelpilaster, die dunklen Granitsäulen im Kontrast zu den helleren
Wänden, die bewegten Treppen, die Eisenschmiedearbeiten und vieles mehr" die Architektur- und Formenschule der Pariser École des Beaux Arts.(86)

Auf der Spitze der Museumsinsel wurde ein Denkmal für Kaiser Friedrich III. errichtete. Als Gestalter des Reiterdenkmals war der Bildhauer Prof. Rudolf Maison (1854-1904) ausgewählt worden. Das
Denkmal wurde beinahe noch heftiger kritisiert als der Museumsbau. Es gehöre - trotz des Vorzugs eines ganz schlichten Postaments "ohne Allegorie und Zoologie" - zu den "mißlungensten
statuarischen Arbeiten dieses zwar manchmal schöpferisch glücklichen, doch neuerdings etwas über Gebühr geschätzten Plastikers, ja, zu den hässlichsten Reiterbildern unserer Zeit überhaupt; und
das soll nicht wenig besagen. (...) Im Gegensatz zu dem prachtvollen Rosse Schlüter’s, das absichtlich verkürzt ist, um die Gestalt des Reiters dominieren zu lassen, hat Maison einen zu lang
gerathenen, langweilig dahintrottenden Gaul vorgeführt, auf dem, an Stelle des in Wirklichkeit elastischen und majestätischen Kaisers, ein uniformiertes Modell leblos dasitzt und eher einen müden
Feldgendarmen als die "Siegfriedsfigur" des gepanzerten Siegers von Wörth veranschaulicht."(87) Diese harte Kritik brauchte Rudolf Maison nicht mehr zu
hören. Er starb am 12. Februar 1904.
In Anwesenheit des Kaisers wurde das Museum am 18. Oktober 1904, dem 73. Geburtstag seines Namensgebers Kaiser Friedrich III., eingeweiht. Im Treppenhaus wurde eine Kopie des von Schlüter
geschaffenen Reiterstandbilds des Großen Kurfürsten aufgestellt, welches mit dem Reiterdenkmal Friedrichs III. dadurch in Beziehung trat, dass beide Hohenzollernherrscher quasi aufeinander zuritten.
Das war eine sinnfällige Doppelverbindung: Der alte Hohenzollern-Kurfürst begegnete seinem kaiserlichen Nachfahren, und dessen Baumeister Ihne begegnet seinem angeblichen künstlerischen Vorfahren
Andreas Schlüter.
Der Bezug zu Schlüter ist aber eigentlich ein Missverständnis: Wilhelm II. sah in barocker Architektur für die Mitte Berlins die dahinter stehende politische Idee eines pracht- und machtvollen
Herrschers, nicht den tatsächlichen Baustil. Denn wenn man Ihnes Bauten genauer betrachtet, so sieht man an seinen Bauten im Berliner Schlossbezirk viel eher renaissancistische, denn barocke
Elemente. Und anders als Schlüter fiel Ihne bei seinem Herrscher nicht in Ungnade. Allerdings prägte Ihne das Berliner Stadtbild der Kaiserzeit durchaus eben sosehr wie weiland Schlüter.
Den Ruhm dieses Herrschers sollte das Museum - neben der reinen Funktion der Sammlung und Präsentation von Kunst - kündigen. Das offiziöse Werk "Der Kaiser und die Kunst" bezeichnete das Museum
als "ein Denkmal, das des Kaisers pietätvoller Sinn den idealen Bestrebungen Seiner Eltern auf dem Gebiete der bildenden Künste gesetzt hat." Dazu dienten auch das Denkmal Friedrichs III., wie
der Kaiser bei der Einweihung formulierte: "Das treffliche Reiterstandbild (...) und dieser stolze Bau mit seinen reichen Sammlungen wird Zeugnis ablegen von dem Wirken und Schaffen des edlen
Herrschers."(88) Dabei geht man sicherlich nicht fehl, wenn man unter dem Singular des "edlen Herrschers" eher eine Doppelbedeutung vermutet, derart, dass
Wilhelm II. auch sich selbst damit bezeichnete.

Die Kritik an dem Bau und auch an seinen dynastischen Bezügen war eine bisweilen heftige, und selbst Lob klang eher nach einer Verteidigung des Bauherren und seines Architekten. "Die Architektur
des Kaiser-Friedrich-Museums (...) hat von Anfang an eine laue bis ablehnende Aufnahme gefunden. Begeisterte Fürsprecher gab es nur in äußerst kaisertreuen Kreisen, die mit der allgemeinen Kritik
an Ihne dessen kaiserlichen Auftraggeber gemeint sahen."(89)
Heftige Ablehnung erfuhr die Architektur des Kaiser-Friedrich-Museums durch den überwiegenden Teil der Tages- und Fachpresse. Am weitesten ging die französische Zeitung "Figaro", die zustimmend
von dem Berliner Tageblatt mit der Aussage zitiert wurde, dass es schwer wäre, "ein Bauwerk von verblüffenderer Hässlichkeit zu finden; es sei demütigend für den menschlichen Geist, daß ein
Architekt, der soviel Geld zur Verfügung hatte, es fertig gebracht, ein so jeder Grazie entbehrendes und so prätentiös plumpes Gebäude zu schaffen. Das Innere entspreche dem Äußeren. Man sieht
dort kümmerliche, geschmacklose Treppen und eine so nackte, kalte protestantische Basilika, daß man die italienischen Bilder, die sich dort zu langweilen scheinen, herunternehmen möchte."(90)
Auch Schöne kritisierte den Bauplatz und das Gebäude wiederholt sehr harsch und monierte u.a., dass das Kaiser-Friedrich-Museum an seinem Platze entgegen langjähriger Vorstellungen seinerseits
errichtet worden sei. Die Mängel dieses Bauplatzes hätten die Enttäuschung des Berliner Publikums bei der Errichtung hervorgerufen, sie würden aber weit stärker von der Verwaltung selbst
empfunden.(91) Ihne traf diese Kritik durchaus. Er zeigte sich zwar "sehr befriedigt von der Feier der Einweihung, klagt aber, daß er so sehr zu leiden habe
unter der feindseligen Kritik einer Anzahl Tagesblätter."(92) Allerdings scheint auch Ihne nicht vollständig glücklich über sein Werk gewesen zu sein, wie
Stadtbaurat Ludwig Hoffmann in seinen Erinnerungen schreibt: "Am wenigsten befriedigten ihn selbst das Äußere und einige innere Teile seines Kaiser Friedrichmuseums. Diesen Bau habe ihm der
Generaldirektor der Museen verdorben, so klagte er mir."(93) Bei aller berechtigten Kritik muss man Ihne jedoch die Erschwernisse durch den Kolk im Boden, den
spitzen Grundriss und die trennende Stadtbahnverbindung zugute halten. Auch die beständigen Auseinandersetzung zwischen Schöne, Bode, Hasak und Ihne, mit ständig wechselnden "Koalitionen" und
Meinungen hat nicht zur Erleichterung der ohnehin schon schwierigen Bauaufgabe geführt. Überdies hat Ihne mit seiner Grundriss-Lösung ein ausgezeichnete Flächenausnutzung des Grundstücks
geschaffen.

Wichtiger aber als tatsächliche oder behauptete Probleme beim Bau des Museums sind die ideologischen Positionen, die hinter der harschen Kritik an der Architektur des Baus und der überwiegend
positiven Rezeption der Museumsinszenierung standen. Sie sind ein "Teil der generellen Kontroverse im Kaiserreich über den letztlich vergeblichen Anspruch des Hofes auf kulturpolitische
Definitionsmacht, dem wichtigsten Nebenkriegsschauplatz in der Auseinandersetzung um die Teilhabe der alten und neuen Eliten an der Macht. In diesem diskursiven Rahmen können die Defizite des Museums
nur auf die Intervention des Kaisers personifiziert in seinem Architekten, zurückgeführt werden."(94) Es war dies ein Prinzip, das sich auch bei der
Rezeption der von Ihne gebauten Königlichen Bibliothek (1901-1914) wiederholen sollte.
Die "Deutsche Bauzeitung" hoffte, dass das Gebäude des Kaiser-Friedrich-Museums "in der Baugeschichte Berlins eine vielleicht später wachsende Bedeutung erlangen wird."(95)
Dem war bisher nicht so. So musste noch 1991 anlässlich der Kritik an einer von den Staatlichen Museen Preußischer Kulturbesitz erarbeiteten "Denkschrift zu den zukünftigen Standorten der
Staatlichen Museen zu Berlin" feststellt werden, dass das Bauwerk in Ost und West kaum Chancen auf faire Behandlung hatte und habe.(96) Zwar sei nicht zu
erwarten, dass das Gebäude nach einer abwägenden Prüfung als Spitzenwerk abendländischer Architektur erscheinen würde, aber nach Überwindung der genuin Berliner Vorurteile gegen wilhelminische
Architektur sollte der Bau, seine Form und sein im Wechselspiel zwischen Bode und Ihne entwickeltes Raumkonzept ernsthaft zur Kenntnis genommen werden. Das tat Rüdiger Klessmann und er kam zu dem
Ergebnis, dass Ihne trotz der Schwierigkeiten mit dem dreieckigen Grundstück "eine auf seine Weise überzeugende Lösung gefunden (hat), die zu Unrecht geschmäht worden ist."(97)
Nach Jahren der Vernachlässigung und des Verfalls ist das Bodemuseum als Bestandteil des Ensembles von Museumsinsel und Lustgarten Ende des Jahres 1999 in die Liste des "UNESCO-Weltkulturerbes"
aufgenommen worden. Auch werden nun endlich ernsthafte Schritte zu seiner umfassenden Sanierung unternommen. Anlässlich einer Reihe von Symposien zu Gebäuden und Sammlungen auf der Museumsinsel
kommt so langsam auch das Bodemuseum zu seinem Recht und vielfach werden sowohl Gebäude als auch Sammlungsinszenierung positiv gewürdigt.(98) Mit der
Neueröffnung 2004 soll das "Mauerblümchen"-Dasein des einstigen Kaiser-Friedrich-Museums dann endgültig der Vergangenheit angehören.
Am 2. März 1903 gewährte Kaiser Wilhelm II. dem Vorsitzenden des Zentralkomitees für ärztliches Fortbildungswesen, Ernst Gustav von Bergmann, eine Audienz, und stimmte dessen
Anliegen zu, ein Haus für ärztliches Fortbildungswesen zu gründen. Die Bestätigung erfolgte drei Tage später per Allerhöchstem Erlass, in dem auch die Benennung nach seiner Mutter von Kaiser
Wilhelm II. ausdrücklich genehmigt wurde.(99) Das Haus sollte den Namen der Kaiserin Friedrich tragen, um ihre Bemühungen um die deutsche Ärzteschaft
angemessen zu würdigen. Sie war nach Aussage ihres Hofmarschalls in ärztlichen Fragen sehr bewandert, hatte sich viel mit bedeutenden Ärzten unterhalten, viele Werke gelesen und hatte "unausgesetzt"
Krankenhäuser besucht.(100) Der Vorsitzende des Zentralkomitees, Bergmann, spracht auch im konkreten Fall des Fortbildungshauses von der Anregung durch die
Kaiserin Friedrich: "Es war Ihr Gedanke, Entwurf und Wunsch, das Wissen und Können der zeitgenössischen Ärzte auf eine höhere Stufe zu heben."(101)
Da
das Haus der Kaiserin Friedrich, Ihnes langjähriger Gönnerin, gewidmet und von Kaiser Wilhelm II. genehmigt wurde lag es nahe, Ihne mit der Bauaufgabe zu betrauen. Auch bei diesem Bau hatte Ihne die
Pläne dem Kaiser zur Genehmigung vorzulegen. Das Gebäude wurde aus Spenden in Höhe von etwa 1,5 Millionen Mark finanziert. Mit dem Bau wurde 1904 begonnen. Ihne entwarf einen dreigeschossigen Bau
mit 9 Achsen. Die einachsigen Seitenrisalite fasste er in den Obergeschossen zu Kolossalpilastern zusammen. Der Mittelrisalit mit einem Karyatidenportal wird oberhalb des rustizierten Sockelgeschosses
von Doppelpilastern eingerahmt.
Am 1. März 1906 konnte das Gebäude im Beisein des Kaiserpaares, des Reichskanzlers und vieler Ehrengäste mit einem prachtvollen Fest eingeweiht werden. Die Festversammlung im weiß gehaltenen, fast
ungeschmückten Hörsaal hörte dort kurze Ansprachen, u.a. von Prof. v. Bergmann und Kultusminister v. Studt.(102) "Der Kaiser erhob sich hierauf und wollte
einige Worte sagen, sie gingen aber in dem Gesange der Beethovenschen Hymne unter." Der Chor wurde aber schnell zum Schweigen gebracht und der Kaiser konnte nun ungehindert reden.(103)

Das Bauwerk wurde teilweise ausgesprochen günstig aufgenommen: "Die Zweckmäßigkeit aller Räume gemäß den technischen Erfordernissen, auf denen die Bestimmung des Hauses beruht, ist von dem
Erbauer mit einer dem Ernste des Gebäudes entsprechenden schlichten, dabei aber doch überaus vornehmen Architektur so harmonisch verbunden worden, daß das Ganze als hervorragendes künstlerisches
Werk bezeichnet werden muß. Eine ungewöhnliche Aufgabe ist hier in einer Weise gelöst worden, die das Kaiserin-Friedrich-Haus für Institute ähnlicher Art sicher vorbildlich machen wird." Auch
das "Berliner Tageblatt" fand anerkennende Worte, in seiner schlichten, vornehmen Sandsteinarchitektur mache der Bau einen harmonischen Eindruck.(104) Im
Vestibül wurde eine von Reinhold Begas geschaffene und vom Kaiser geschenkte Büste der Kaiserin Friedrich aufgestellt. Diese trug die Aufschrift: "Dem Andenken IHRER MAJESTÄT DER KAISERIN UND
KÖNIGIN FRIEDRICH DER ERLAUCHTEN SCHÜTZERIN ÄRZTLICHER FORTBILDUNG".
Ziel und Zweck des Hauses sollte die ärztliche Fortbildung sein, durch Vorträge und Experimente an Ort und Stelle und durch die Versendung von Lehrmitteln aller Art. Dazu waren die aktuellsten
technischen Gerätschaften vorhanden. Sogar eine "grammophonische" Übermittlung von Vorträgen war angedacht worden. Daneben gab es auch drei Ausstellungen von denen besonders die
kunsthistorische Abteilung allgemeines Interesse erregte. Denn dort wurde neben dem einzigen Originalgemälde von Vesalius aus dem Medico-historischen Museum Amsterdam auch die eiserne Hand Götz von
Berlichingens präsentiert, "an der die Konstruktion des Fingermechanismus noch heute die Bewunderung aller Fachleute hervorruft", wie das Berliner Tageblatt vermeldete.(105)
Mit diesem technisch hervorragend ausgestatteten Bau gewann Ihne weitere Erfahrungen auf dem Gebiet der Bauten für naturwissenschaftlich-technische Forschung, die ihm bei den Planungen für die
Kaiser-Wilhelm-Institute zu statten kommen sollten.
Heute beheimatet das Gebäude wieder die Stiftung Kaiserin-Friedrich-Haus für ärztliches Fortbildungswesen. Allerdings sind nur noch der Lese- und der Hörsaal einigermaßen im Originalzustand.
Neben den beginnenden Planungen für das Kaiserin-Friedrich-Haus gab es für Ihne noch eine beinahe zeitgleiche Bauaufgabe, die sich ebenfalls mit dem Namen seiner alten Gönnerin
verband: Das in Kolberg projektierte "Kaiser und Kaiserin Friedrich Berliner-Sommerheim". Dieses Kinderheim war von dem jüdischen Industriellen und Mäzen James Simon gestiftet worden. Simon gab
jährlich etwa eine Viertelmillion Mark für wohltätige und gemeinnützige Zwecke aus und hatte "stets eine offene Hand für dieselben."(106) Simon kannte
Viktoria nicht zuletzt durch seine rege Spendentätigkeit für das Kaiser-Friedrich-Museum und durch seine Aktivitäten im Rahmen des Kaiser-Friedrich-Museumsvereins. Er war auch einer derjenigen, der
zu den Mitgliedern des vorbereitenden Ausschusses für die "Kaiserin-Friedrich-Stiftung" gehörte. Diese Stiftung realisierte das erwähnte Kaiserin-Friedrich-Haus.
Knapp zehn Jahre nach dem Bau des ursprünglich auf 90 Betten eingerichteten Sommerheims war eine Vergrößerung notwendig. Für diese Um- und Ausbauten wandte sich Simon an Ihne, der ihm einen
Kostenanschlag über 102.800 Mark fertigte - was für Ihne eher eine kleine Auftragssumme war. Der Umbau wurde in den Jahren 1904/1905 realisiert und im September 1905 eingeweiht.(107)
Die Karriere des Hofarchitekten Ernst v. Ihne war staunenswert. Ohne bis dato herausragende Gebäude realisiert zu haben, wurde er zu seinem 40. Geburtstag von Kaiser Friedrich III.
zum Hofarchitekten ernannt. Noch erstaunlicher ist es beinahe, dass Ihne auch Friedrichs Sohn in dieser Funktion diente, und das bis zum Tod des Wirklichen Geheimen Oberhofbaurats Ernst v. Ihne am 21.
April 1917.
Die Ernennung zum Hofarchitekten durch Kaiser Friedrich III. kam zwar für die Zeitgenossen überraschend, ganz zufällig war sie aber nicht. Schon Ihnes Vater hatte während seiner Zeit als Lehrer
und Direktor an englischen Schulen Kontakt zum englischen Königshaus. Es war vermutlich Kronprinzessin Viktoria, die ihren Gatten auf Ihne aufmerksam machte. Für Ihne sprach neben seinen
geschliffenen Umgangsformen auch seine Ausbildung. Nach den Studienzeiten an der Polytechnischen Schule der Technischen Hochschule Karlsruhe, an der Berliner Bauakademie und der École des Beaux Arts
in Paris zählte Ernst v. Ihne zu den am besten ausgebildeten Architekten seiner Zeit.
Ernst v. Ihne wurde zweifellos begünstigt von den Hohenzollernherrschern, vor allem von der Kaiserin Friedrich und ihrem Sohn Wilhelm, und gehörte als Hofarchitekt eben auch zum kaiserlichen Hof.
Dies ist einerseits zwar der Grund für Ihnes vielfältige Bauaktivitäten und die hohen Ehrungen, die ihm zuteil wurden, andererseits aber auch einer der Hintergründe für die oftmals ungeheuer
harte und persönliche Kritik an ihm. Nicht selten sprach man von Ihne, während man den Kaiser meinte! Ein anderer Grund für die kritische Einstellung vieler Berufskollegen war Ihnes beruflicher
Werdegang. Er hatte nicht den für einen preußischen Baubeamten typischen Ausbildungsweg beschritten; durch seine Ausbildung im außerpreußischen Ausland galt er vielen als "Seiteneinsteiger."
Das allein wäre aber nicht ausschlaggebend gewesen. Auch Alfred Messel oder Ludwig Hoffmann waren keine "Preußen." Bei Ihne hatte die zu negativen Urteilen führende kritische Einstellung vieler
Kollegen bisweilen ihre Berechtigung, besonders wenn man Ihnes Verhältnis zu preußischen Verwaltungsstrukturen und -verfahren untersucht. Ernst v. Ihne sah sich als Künstler, der mit
Verfahrensvorschriften nicht unnötig belastet werden wollte und oftmals unter Umgehung des Dienstwegs und unter Ausnutzung seiner hervorragenden Beziehung zum Kaiser Entscheidungen in seinem Sinn zu
erzwingen suchte. Nicht selten schien er sich allein seinem künstlerischen Gewissen und seinem kaiserlichen Gönner verpflichtet zu fühlen. Das verärgerte die solcherart übergangenen Bau- und
Verwaltungsbeamten und förderte nicht unbedingt Ihnes Ansehen in der - teilweise verbeamteten - Architektenschaft. Diese "unpreußischen" Züge an Ihnes Charakter entsprachen aber durchaus der
freieren Wesensart seiner Gönnerin Viktoria.
Als Mensch muss Ihne wohl nicht einfach gewesen sein, eine "herbe Natur" wurde ihm selbst von seinen Freunden bescheinigt, trotz seines weltläufigen Wesens und seiner geschulten Umgangsformen.
Auch im Privatleben war Ihne Künstler durch und durch, sammelte Kunstschätze und richtete seine Häuser in Berlin und Heidelberg ebenso geschmackvoll wie kostspielig ein. Auch das eine Ähnlichkeit
zu Viktoria. Er war ebenso ehrgeizig wie fleißig, konservativ in seinen politischen Anschauungen und unbedingt loyal zu seinem Kaiser – und arbeitete doch auch für dessen hassgeliebte Mutter.

In seiner Frühzeit wurden seine Bauten vielfach gelobt und es waren oftmals deren ,moderne’ Ideen, die Zuspruch fanden. So ist beispielsweise der Stil der Einrichtung des Café Keck oder der von
ihm propagierte englische Landhausstil als neu (im Sinne von ,moderner’ Architektur) zu verstehen. Das ,Landhaus’ Dohme war einer der ersten Versuche, die Behaglichkeit eines Landhauses mit der
Repräsentationsfähigkeit einer Villa im städtischen Umfeld und das im Stil englischer Landhäuser zu verbinden. Aber auch die Landhäuser für Franz v. Mendelssohn (1893-96), Carl Fürstenberg
(1897-98; beide Berlin-Grunewald), Henry Theodore v. Böttinger (vor 1897; Elberfeld) und Georg Meyer (1894-96; Berlin-Wannsee) stellten eine seinerzeit höchst zeitgemäße Form des Bauens dar. Mit
diesen Bauten wurde Ihne, der keine berühmt gewordenen Mitarbeiter oder Schüler hatte, zu einem Vorbild für Architekten wie Erich Blunck oder Paul Schultze-Naumburg.
Ihnes letzte Bauten präsentieren sich als eine Mischung vieler von ihm bisher verwendeter Stilelemente und stellen gewissermaßen eine ,traditionelle Moderne’ dar, was am besten bei seinem eigenen
Haus in Heidelberg und bei den Kaiser-Wilhelm-Instituten in Berlin-Dahlem sichtbar ist. So durchgängig kühl und schematisch, wilhelminisch-monumental und "unmodern" wie meistens behauptet ist
Ihnes Werk also nicht.
Im Zuge der derzeitigen kritischen Rezeption von Reform und Moderne ist zu hoffen, dass auch Ihne die ihm zukommende Würdigung erfährt. Denn auch ohne in seinen späten Jahren noch "modern" im
Sinne von progressiv zu sein, hat Ihne Berlin architektonisch mitgeprägt. Der Weg der Architektur nach der Jahrhundertwende führte in jene viel beschworene Epoche der Moderne. Ihne ging diesen Weg
mit den vorsichtigen Schritten eines älteren Mannes und versuchte nicht, an der Spitze seiner Zunft zu marschieren. Er konnte und wollte nicht Schritt halten mit der "Avantgarde" eines Behrens
oder Gropius. Trotzdem bewegte Ihne sich aber mehr, als die Kunstgeschichtsschreibung bisher annahm. So ist festzustellen, dass das bisher einseitige Ihne-Bild erheblicher Korrekturen bedarf, mag
Ernst v. Ihne nun ein "moderner Schlüter" gewesen sein oder nicht. In den Augen von Viktoria war er es. Und wenn er denn ein "moderner Schlüter" war, dann hätte er es ohne das Wohlwollen
von Viktoria und ihrem Mann, dem späteren Kaiser Friedrich III. nicht werden können.
Anmerkungen
(64) Landesarchiv Schleswig, Abteilung 195, Nr.1908, zit. nach Sense (wie Anm. 32), S. 45.
(65) Die Schilderung des Denkmalbaus folgt der detaillierten Darstellung von Wilhelm Jung: Heimatliches Allerlei. Kronberg 1976, S. 113-131, Zitate auf S. 119 u.
126. Für den freundlichen Hinweis danke ich Frau Dr. Christine Jung vom Hauptamt-Archiv der Stadt Kronberg.
(66) Jung (wie Anm. 65), S. 126.
(67) Büro Sliwka Landschaftsplanung: Zur Geschichte und gartenhistorischen Bedeutung des
Stadtparks Kronberg i.Ts. (2000) mit Hinweisen zu weiterer Literatur.
(68) Gedruckter Aufruf vom November 1901, GStA PK, I.HA Rep.89, Nr.20907, Bl.6f.
(69) BAW Jg. 3 (1901), S. 63. - ZBv Jg. 23 (1903), S. 572-575.
(70) Bauinspektor Kern an Tiergartenverwaltung, 21.3.1904, LAB A Pr.Br.Rep. 42 Nr. 961.
(71) Emil Heilbutt: Die neuen Denkmäler, in: Kunst und Künstler Jg. 3 (1903), zit. nach Dieter u. Helga Glatzer (Hg.): Berliner Leben 1900-1914, Band 2. Berlin
1986, S. 512. - Zum Denkmal: ZBv Jg. 23 (1903), S. 572-575.
(72) Theodor Goecke: Berliner Plätze und Prachtstrassen, in: Der Städtebau Jg. 1 (1904), S. 151.
(73) Die künstlerische Gestaltung des westlichen Abschlusses des Pariser Platzes in Berlin, in: DBz Jg. 40 (1906), S. 573f., Abb. S. 571.
(74) Wirth (wie Anm. 51), S. 216.
(75) BAW, Jg. 1 (1899), S. 2.
(76) Wilhelm von Bode: Mein Leben, Textband. Berlin 1997, S. 161.
(77) Ludwig Pallat: Richard Schöne. Berlin 1959, S. 215. - Zum Schinkelpreis-Wettbewerb 1882: Ministerium der öffentlichen Arbeiten an GZK, 9.3.1882, GStA PK,
I.HA Rep.89, Nr.30040, Bl. 40-44.
(78) Stephan Waetzold: Pläne und Wettbewerbe für Bauten auf der Berliner Museumsinsel 1875-1896, in: Jahrbuch der Berliner Museen, Band 35. Berlin 1993,
Beiheft S. 1-184, bes. S. 142f. – Pallat (wie Anm. 77), S. 215.
(79) Stephan Waetzold: Wilhelm von Bode - Bauherr?, in: Wilhelm von Bode als Zeitgenosse der Kunst. Zum 150. Geburtstag, Berlin 1995, S. 55 - 68, hier S. 64.
(80) zit. nach Bode (wie Anm. 76). – Pallat (wie Anm. 77), S. 215.
(81) SMPK/ZA Nachlass Bode, Nr.2714, Briefe von Ihne an Bode vom 30.8., 10.9., 20.9., 27.9.1889
(82) Kolossalordnung nach Dehio Berlin, 4. Auflage 2000, S. 89. - Palladio-Vorbild nach Hellmut Lorenz: Zur Zukunft der Berliner Museumsinsel: Das Kaiser
Friedrich-Museum, in: Kunstchronik, Jg. 44 (1991), S. 123.
(83) Seidel (wie Anm. 44), S. 112.
(84) Königliche Museen zu Berlin: Führer durch das Kaiser Friedrich-Museum. Berlin 1904, S. 8f. Zu den Sammlungsobjekten vgl. die genannten Führer und Paul
Schubring: Moderner Cicerone. Berlin, Das Kaiser Friedrich-Museum. Stuttgart u.a. 1905.
(85) Thomas W. Gaethgens: Die Berliner Museumsinsel im Deutschen Kaiserreich. München 1992, S. 32.
(86) Scharabi (wie Anm. 10), S. 73.
(87) Georg Galland: Die Eröffnung des Kaiser Friedrich-Museums, in: Die Kunst-Halle. Zeitschrift für Kunst und Kunstgewerbe, Jg. 10 (1.11.1904), Nr. 3, S.
33-36. - zu Maison: Thieme / Becker, Band 23. Leipzig 1929, S. 581. – Barbara Eggers: Der Kaiserbahnhof Wildpark in Potsdam. Potsdam 1999, S. 127, schreibt das Reiterstandbild fälschlicherweise
Ihne zu ("Mindestens Idee und Entwurf von Ihne"), vgl. dazu auch die Rezension des Eggers-Buch von Nikolaus
Bernau: Nimm mich mit, Willi Zwo, auf die Reise, in: Der Tagesspiegel, 20.1.2000, S. 19.
(88) Seidel (wie Anm. 44), S. 126. - Kaiserrede zit. nach Dt. Geschichtskalender 1904, Band 2. Leipzig 1905, S. 12ff.
(89) Klaus Streckebach: Museumsbauten, in: Berlin und seine Bauten, Teil V, Band A. Berlin 1983, S. 21. Eine der wenigen positiven zeitgenössischen Stimmen:
Galland (wie Anm. 87).
(90) Das Kaiser Friedrich-Museum in französicher Beleuchtung, in: Berliner Tageblatt Nr. 534, 19.10.1904.
(91) Denkschrift Schöne, 5.4.1905, GStA PK, I.HA Rep.92 Nachlass Schmidt-Ott A XXXI, S. 1-2.
(92) Trübner an Bode, 17.11.1904, SMPK/ZA Nachlass Bode, Nr.5535.
(93) Ludwig Hoffmann: Lebenserinnerungen eines Architekten, hg. v. Wolfgang Schäche. Berlin 1983, S. 236.
(94) Alexis Joachimides: Das Kaiser Friedrich-Museum zu Berlin. Zur Inszenierung von Kunst im Museum am Ausgang des 19. Jahrhunderts, (Magisterarbeit FU Berlin;
Geschichtswissenschaften). Berlin 1992, S. 8.
(95) DBz, Jg. 51 (1917), S. 175.
(96) Lorenz (wie Anm. 82), S. 123.
(97) Rüdiger Klessmann: Die Berliner Museumsinsel, in: Kunstchronik, Jg. 46 (1993), S. 54-70, hier S. 62.
(98) Nikolaus Bernau: Bodemuseum - das Hinterteil
von Berlin wird geliftet, in: Berliner Zeitung, 27.6.2000, S. 13. - Christian Welzbacher: Welche Stilhülle brauchen die Stilräume?, in: FAZ, 24.6.2000, S. BS 1. - Henning Ritter: Das Ambiente eines
Maßanzuges, in: FAZ, 26.6.2000, S. 51.
(99) Kaiserin Friedrich-Haus für das ärztliche Fortbildungswesen. Festschrift anlässlich der Eröffnung am Donnerstag den 1. März 1906, hrsg. vom Kuratorium
der Kaiserin Friedrich-Stiftung bearbeitet von Prof. Dr. Robert Kutner, GStA PK, I.HA Rep.76 Va, Sekt.1, Tit.X, Nr.65 Das Kaiserin Friedrich-Haus, Band 1, Bl. 3-29. - zu Bergmann: Arend Buchholtz:
Ernst von Bergmann. Leipzig 1911, zum Kaiserin-Friedrich-Haus S. 573. Bergmann war einer der ersten Ärzte, die bei Viktorias Ehemann die tödliche Krebserkrankung diagnostizierten, um dessen
Behandlung von Friedrich III. aber heftig umstritten war.
(100) Reischach (wie Anm. 35), S. 108.
(101) Seidel (wie Anm. 44), S. 126.
(102) Berliner Nachrichten, in: National-Zeitung Nr.142, 1.3.1906.
(103) Einweihung, in: Neue Preußische (Kreuz-) Zeitung Nr.101, 1.3.1906. Leicht differierender Text: Rede des Kaisers, in: National-Zeitung Nr.144, 2.3.1906,
1. Beiblatt.
(104) zit. nach Seidel (wie Anm. 44), S. 128. - Einweihung des Kaiserin Friedrich-Hauses, in: Berliner Tageblatt Nr.110,
1.3.1906.
(105) Kaiserin Friedrich Haus, in: Berliner Tageblatt Nr. 115, 4.3.1906, 1. Beiblatt.
(106) Bericht, 9.4.1898, Brandenburgisches Landeshauptarchiv, Rep.30 Berlin C, Nr.13424, Bl. 4.
(107) Schreiben von Ihne an Simon, 28.2.1905, Privatarchiv Frau Prof. Dr. Leni Yahil, Jerusalem, Teilnachlass James Simon. Für diesen Hinweis danke ich Herrn
Dr. Olaf Matthes. – Huldigungstelegramm des Berliner Vereins für Ferienkolonien zur Einweihung vom 25.9.1905, GStA PK, I.HA Rep.89, Nr.24280, Bl. 138.
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