Teil 3
 
Oliver Sander(1):
Ein "moderner Schlüter"? Kaiserin Friedrich und der Architekt Ernst von Ihne


3. Bauten für und mit Viktoria
   3.1. Weißer Saal
   3.2. Schloss Friedrichshof in Kronberg
   3.3. Denkmal für Kaiser Friedrich III. in Kronberg / Taunus
  
Anmerkungen


Abbildungen

   Schloss Friedrichshof in Kronberg / Taunus, Gartenseite,
   aus: H. Rückwardt: Schloss Friedrichshof bei Cronberg im Taunus. Berlin 1896

 

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Viktoria hatte nicht nur ein ausgeprägtes Interesse an der Entwicklung des Kunstgewerbes, sie war selber künstlerisch tätig. Sie war sie z.B. eine passionierte Malerin. Nach äußerte sie einmal, "wenn sie nicht von Beruf Kronprinzessin sein müßte, so wäre sie Malerin."(44) Nach Aussagen viele zeitgenössischen Fachleute war dies weniger kokett, als vielmehr zutreffend. Es war nicht nur eine bloße Ehrung, dass sie 1860 als Ehrenmitglied in die Berliner Akademie der Künste und 1881 als Ehrenmitglied des Londoner Instituts der Aquarellmaler aufgenommen wird. Und es war mehr als eine höfliche Phrase, wenn der Verein Berliner Künstler in einer Festschrift von 1891 anmerkt: "Verehren wir doch in Ew. Majestät nicht nur die verständnisvolle Freundin der Kunst, sondern gleich vielen anderen unserer hohenzollernschen Fürsten die ausübende Künstlerin."(45)

Auch wenn Viktorias Leidenschaft eher der bildenden Kunst und dem Kunstgewerbe galt, so besaß sie durchaus ein Interesse an Architektur, wie verschiedene Einflussnahmen oder Änderungsvorschläge bei Bauvorhaben, z.B. zur Nutzung der Gebäude der Akademien der Künste und Wissenschaften und der akademischen Hochschulen in Berlin zeigen.(46) Nicht zuletzt geht auf sie der eindeutig englische Einfluss bei der Gestaltung der Bornstedter Kirche in Potsdam zurück. Selbst die Orgelpfeifen sind in den britischen Nationalfarben Weißgold, Blau und Rot bemalt. Aber auch das dortige Schulhaus von 1877 wurde im englischen Landhausstil gestaltet. Die Erklärung ist recht einfach: Viktoria und ihr Mann hatten das Patronat über Kirche und Dorf.(47)
Natürlich hatte es schon Bereits vor dem Umzug der Prinzessin Viktoria nach hatte es in Deutschland Architektur gegeben, die sich am englischen Vorbild orientierte. Ob es Mitte des 18. Jahrhunderts das Nauener Tor in Potsdam war, das vom schottischen Inveray Castle beeinflusst wurde oder die Hiller-Brandtschen Häuser (ebenfalls in Potsdam; 1769) von 1769, alle in Potsdam; von 1833 bis 1849 entstand für Viktorias Schwiegervater und ihre Schwiegermutter Augusta das Schloss Babelsberg. Vorbilder waren hier u.a. Reptons Idealentwurf bzw. Windsor Castle.(48)

Eine erneute Rezeption englischen Bauens in Preußen läßt sich auch mit Ihne in Verbindung bringen. Als Folge einer Englandreise (1880) veröffentlichte Ernst Ihne er ein Jahr später in der "Deutschen Bauzeitung" einen Artikel über den englischen "Queen-Ann-Style."(49) Hier gibt er zwar seine Eindrücke wieder, eine praktische Auswirkung auf seinen Baustil hatten diese aber erst gegen Ende des Jahrzehnts.(50) Möglicherweise war dies bedingt durch die Beendigung der Zusammenarbeit mit Paul Stegmüller. Dadurch sollte sich Ihne als modern im innovativen Sinne erweisen, war er doch noch vor dem Kunsthistoriker und Direktor des Hohenzollernmuseums, Robert Dohme (1845-1893), und dem Architekten Hermann Muthesius einer derjenigen, die das "englische Haus" populär machten. Und es war Ihne, der 1888/90 für seinen Freund Dohme dessen Berliner Haus in der Händelstraße 1 im englischen Stil realisiert. Dohme war sehr zufrieden mit dem Ihnes Wirken an seinem "Häuschen": "Ihne giebt sich eine außerordentliche Mühe mit demselben! Gern hätte ich ihm deshalb eine Aufmerksamkeit gezeigt, da er es nicht als "Architekt" sondern als "Freund" thut."(51)

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Stilistisch völlig anders gelagert war eine andere Bauaufgabe, bei der auch Viktoria durchaus eine Rolle spielte: der Umbau des Weißen Saals im Berliner Stadtschloss. Schon vorher wurde Viktorias Kopf von dem Bildhauer Heidel für die Gestaltung seiner Allegorie der Freigiebigkeit als Vorbild genommen. Es war eine von 10 Allegorien die in den Jahren 1861 bis 1864 auf dem Portal V des Berliner Schlosses Aufstellung fanden.(52) Nach der Berufung Ihnes zum Hofarchitekten und dem Tod Kaiser Friedrichs übernahm Ihne die Planungen für die Umgestaltungen am Schloss. Zuvor hatte Julius Raschdorff nach Angaben von Friedrich und Viktoria Pläne vorlegte, die jedoch von vielen Fachleuten heftig kritisiert wurden.

Zentralpunkt der von dem jungen Kaiser Wilhelm II. ausgehenden Neuplanungen war der Weiße Saal: "Der "Weiße Saal", der nur ein Provisorium gewesen war (...), war ziemlich stillos hergerichtet. Das Material erwies sich bei der von mir befohlenen Untersuchung als unecht und schlecht. Der Saal war in hohem Maße baufällig und stark gefährdet, so daß ein Neubau erforderlich wurde. Unter Anteilnahme und Mitwirkung der Kaiserin Friedrich entstanden Projekte, Pläne, zuletzt ein großes Modell seitens des Baurats Ihne (...), die allseitige Billigung erfuhren."(53) Die Gestaltung durch Stüler empfand Kaiser Wilhelm II. also als "stillos" oder anders ausgedrückt: als nicht mehr zeitgemäß. Sie wurde in jahrelanger Arbeit entfernt.(54) Wie groß Viktorias Anteil an den letztlich ausgeführten Umbauten jedoch war, läßt sich aufgrund der relativ spärlichen Quellen nicht genau nachweisen.

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Schloss Friedrichshof, Ansicht der Gartenfront, ca. 1895Bei der Begeisterung der Kaiserin Friedrich für Ihne war es nur folgerichtig, dass sie ihn als Architekten für den Bau ihres Witwensitzes "Friedrichshof" in Kronberg im Taunus wählte. Durch das angespannte Verhältnis zu ihrem Sohn erschien Viktoria ein Verbleiben in Berlin oder Potsdam, wo sie sich schließlich auch ein Haus hätte bauen können oder wollen, nicht möglich. Fernab der beständigen höfischen Repräsentation war der Bau bis zur Fertigstellung 1894 für Viktoria "eine Quelle ständigen Interesses."(55)
Bereits im Todesjahr ihres Mannes wurde ein Grundstück mit einem bestehenden Haus erworben. Die Villa Schönbusch des vermögenden Frankfurter Textilhändlers Jaques Reiß wurde abgerissen, die Fundamente aber teilweise verwendet.

Victoria hatte ein ausgezeichnetes Gedächtnis für architektonische Details und konnte noch nach Jahren Teile besichtigter Gebäude skizzieren. Ihne war von der Kaiserin Friedrich angewiesen worden, in England modernere Hausbauten zu studieren. Aber nicht nur ihnen galt sein Interesse, im Auftrag der Kaiserin hatte er "schon jahrelang alle Schlösser in Frankreich und England besichtigen müssen. Auf die Empfehlung der Kaiserin waren ihm diese stets in allen Details gezeigt worden."(56) Auch Ihnes Freund und Viktorias Vertrauter Robert Dohme wurde auf Erkundungsreise geschickt. Dohme war im Frühling 1887 in England, wo er sich eine Reihe bedeutender Landsitze anschaute. Ausgestattet mit Empfehlungen des Kammerherrn der Kronprinzessin, des Grafen Götz Burkhard v. Seckendorff öffneten sich Dohme alle Türen, auch die von Sandringham, dem Gut des Prinzen von Wales.(57)

Viktoria war aktiv an den Planungen für das "Sammlungsschloss" Friedrichshof beteiligt und konzipierte Außenbau und Innenräume als eine Art "illustrierte, nacherlebbare europäische Kunstgeschichte."(58) Das widerspricht eigentlich der von Viktoria postulierten und von ihrem Sohn zustimmend zitierten Prämisse: "Von allgemeinem Interesse dürfte die Auffassung meiner Mutter sein: ,Ein jeder Stil ist gut, solange er rein ist.’"(59) Denn bei der Gesamtanlage war der Stil nicht rein. So entsprechen einige Einzelheiten verschiedener im umliegenden Park befindlicher Gebäude (Fachwerkgestaltung, Abwalmung der Dächer und Giebel) dem Vorbild einheimischer deutscher Bauten, die Altane im Hof hingegen habe "als Störfaktor die Renaissance in ihrer von Italien beeinflussten niederländischen Variante ins Spiel gebracht“ (Siemer). In dem zeitgenössischen Fotoband von Hermann Rückwardt wird hingegen besonders das deutsche Vorbild betont. : "Bei der Gestaltung des Äußeren sei war das Bestreben leitend gewesen, diejenigen Bauformen zur Anwendung zu bringen, welche seit Beginn des 16. Jahrhunderts in der Main- und Rhein-Ebene, auf welche das Schloss hinabschaut, wie auch im unteren Neckartal und der Wetterau an Schlössern, Rathäusern und Gehöften gebräuchlich und für diesen T heil Mitteldeutschlands vorzugsweise charakteristisch sind gewesen seien. Ähnliche Rücksichten haben die Wahl des Materials bestimmt."(60)
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Andererseits werden die englischen Einflüsse schon an der Benennung einiger Bauten klar. So werden einige Nebengebäude als "Cottages" bezeichnet. Ansonsten folgt die Gestaltung des Haupthauses teilweise auch den großen englischen Landhäusern des spätmittelalterlichen Typs, wobei Erinnerungen an Sandringham, den Landsitz Edwards VII. maßgebend gewesen sein sollen. Allerdings wirke die äußere Gestaltung unruhig, "hier ist von Ordnung der Komposition nicht mehr viel zu spüren."(61) Dies ist nicht zuletzt auch durch die dreireihig gegeneinander versetzen Dachgaupen und den zweifach vom Hauptbau abgewinkelten Hof- und Dienertrakt bedingt. Die Bauherrin wird das durchaus anders empfunden haben, der Bau war "nach ihrem eigenen Herzen." Der Funktion als Witwensitz entsprechend ließ sie zur Erinnerung an ihren verstorbenen Mann über der Nordfront-Unterfahrt die Inschrift "Friderici memoriae" anbringen. Auch finden sich einige Kartuschen mit beider Initialen. Der von dem königlich-preußisch und königlich-bayerischen Hofphotographen Hermann Rückwardt angefertigte, wundervolle Bildband zeigt in fast allen Innenräumen wappengeschmückte Kamine, Wände, Treppenhäuser. Auch an der Außenfassade sind vor allem heraldische Zeichen der Hohenzollern, aber auch Wappendarstellungen des englischen Königshauses angebracht. Der Bezug zur dynastischen Herkunft wird hier überdeutlich. Vielleicht sind dieses Zeichen einer ungebrochenen Liebe zu dem Verstorbenen, vielleicht war es aber auch nur der Rückzug in eine glorifizierte Vergangenheit, um mit der als feindlich empfundenen Gegenwart besser zurechtkommen zu können; "ich verschließe der Welt meine Augen und Ohren", schrieb Viktoria an ihre Mutter.(62)

Auch nach der Fertigstellung von Friedrichshof besuchte Ihne die Kaiserin Friedrich, so z.B. am 28. September 1899.(63) Er war auch weiter für Viktoria tätig. So reiste Ihne beispielsweise noch im Mai 1901 auf ihre Veranlassung hin nach München, um dort Denkmalmodelle zu begutachten.(64) Kurze Zeit später begann Ihne für Viktorias zweiten Sohn das Herrenhaus Hemmelmark in der Nähe von Eckernförde zu planen, ebenfalls im englischen Landhaustil. Viktoria sollte dies nicht mehr erleben. Sie starb am 5. August 1901.
Heute ist in Schloss Friedrichshof das exklusive "Schlosshotel Kronberg" untergebracht.


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Im Jahr 1896 überlegten die Bewohner der Stadt Kronberg im Taunus eine Verschönerung eines Wiesengrundstücks, das zwischen Schloss und Bahnhof lag. Gleichzeitig wollte man an den verstorbenen Kaiser Friedrich erinnern. Letzteres wäre an sich nicht unbedingt nötig gewesen, da das ganze Schloss seiner Witwe ausweislich seiner Inschrift als "Friderici memoriae" gedacht war. Nachdem der Stadtverordnete und Eisenbahndirektor Karg aber die Idee zu einem Denkmal hatte, begeisterten sich viele Bürger der Stadt für diesen Gedanken. Der Großherzog von Baden konnte als Schirmherr gewonnen werden und dem Sonderausschuss zur Denkmalsgründung gehörte u.a. Friedrichs ehemaliger Feind Fürst Bismarck an.

Bei der Umsetzung gab Kaiserin Friedrich einerseits Maßgaben für die Gestaltung des Denkmals und andererseits den Architekten vor: Es war natürlich ihr alter Protegé Ihne. Das Denkmal sollte von allen Seiten einigermaßen sichtbar sein, sollte der "unvergleichlich schönen Natur in keiner Weise untreu" werden "oder wehe tun."(65) Das erzwinge zwar eine Statue mit architektonischem Beiwerk, verbiete aber einen griechischen oder italienischen Säulenbau. Als Vorbilder benannte sie den Königsstuhl in Rhense, das Standbild Charing-Cross zu Banbury bei Oxford und das Walter-Scott-Denkmal zu Edinburgh.

Auch bei der Vereinfachung der von Ihne im Dezember 1900 vorgelegten Pläne ist die Annäherung an die "unvergleichlich schöne Natur", wie sie auch im Park von Schloss Friedrichshof realisiert wurde, ausschlaggebendes Moment. Statt Treppen sollte es einfache Wege geben, statt eines Terrazzofußbodens vor dem Denkmal sollte nur Kies genommen werden, und das vor dem Denkmal austretende Wasser sollte sich als natürlicher Bach durch die Wiesen ziehen. Gespart wurde letztlich auch an dem Standbild selber. Es war ein Abguss des Wiesbadener Friedrich-Denkmals von Prof. Uphues. Finanziert wurde der Bau durch Spenden. Ihne verdiente an dem Denkmalentwurf bescheidene 5.000 Mark.

Ursprünglich war der Geburtstag Kaiser Friedrichs, der 18. Oktober, als Tag der Einweihung ins Auge gefasst worden, aber Ihne schlug eine Verschiebung vor, da, wie Ober-Hof- und Hausmarschall Eulenburg mitteilte, es "für das Gesamtwerk wohltätig sein könnte, wenn mit der Enthüllung noch einige Monate gewartet werden könnte."(66) Vermutlich meinte er damit die dann weiter entwickelten Pflanzungen.

Die Einweihung am 20. August 1902 wurde mit dem üblichen Prunk zelebriert, zumal Kaiser Wilhelm II. persönlich erschienen war. Kaiserin Friedrich konnte die Einweihung des von ihr initiierten und mit gestalteten Denkmals nicht mehr erleben; sie war ein Jahr zuvor gestorben.

Die Parkgestaltung hat jüngst eine ambivalente Beurteilung erhalten: "Der Kronberger Stadtpark ist somit eher als später Landschaftspark zu bezeichnen, wenngleich in ihm lediglich die Formensprache des Landschaftsgartens zitiert wird, die geistigen Ansprüche und Hintergründe des englischen Landschaftsgartens aber keine Rolle mehr spielen. Die Ausrichtung des Parkes auf das Kaiser-Friedrich-Denkmal ist dabei eine Besonderheit und Eigentümlichkeit der Kronberger Anlage, die sicherlich auch im Widerspruch zu den aufklärerisch-liberalen Ideen des Landschaftsparkes steht. (...) Die Kronberger Parkanlage ist schon vom Anspruch her nicht als eine herausragende Anlage einzustufen. (...) Es wurde weder die Schöpfung eines Gartenkunstwerkes noch die Anlage eines sozial und funktional anspruchsvollen Parkanlage angestrebt."(67)

Nach dem Tod der Kaiserin Friedrich kam die Idee auf, ihr in der Nähe des Denkmals für ihren Mann auch ein Denkmal zu errichten. Die Idee wurde fallen gelassen, da man davon ausging, dass dies nicht im Sinne der Kaiserin gewesen wäre. Finanziert wurde das Denkmal durch spenden und auch Ihne beteiligte sich an einem "Aufruf zu Beiträgen für ein Denkmal zur Erinnerung an die hochseligen Kaiser und Königin Friedrich Majestät zu Cronberg im Taunus."(68) Das von dem Bildhauer Adolf Hildebrand entworfene Denkmal wurde schließlich im Sommer 1904 eingeweiht.

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Anmerkungen

(44) zit. nach Arden: (wie Anm. 2). Interessanterweise gibt es von Ihrem Sohn Wilhelm ein fast gleichlautendes Zitat, nur wollte Wilhelm von Beruf Bildhauer sein, wäre er nicht Kaiser, vgl. Paul Seidel: Der Kaiser und die Kunst. Berlin 1907, S. 22.

(45) Festschrift, 19.5.1891, GStA PK, I.HA Rep.89, Nr.20002 Verein Berliner Künstler 1867-1914, Bl. 34. – Herablassend hingegen Bülow (wie Anm. 37), S. 538: "Sie malte ganz nett, aber natürlich als Dilettantin."

(46) Immediatbericht von Finanz-, Kultus- u. Minister der öffentlichen Arbeiten, 25.6.1897, GStA PK, I.HA Rep.89, Nr.20387. Viktorias Vorschläge wurden berücksichtigt wofür sie bestens danken ließ und sich hocherfreut zeigte, Schreiben ihres Hofmarschallamts an das Geheime Zivilkabinett, ebda, 21.8.1897.

(47) Dieter Weirauch: In Bornstedt ist Potsdam very british, in: Berliner Morgenpost, 10.1.2001.

(48) Gert Streidt, Klaus Frahm: Potsdam. Die Schlösser und Gärten der Hohenzollern. Köln 1996, S. 200ff. – Die Einweihung des östlichen Schlossteils erfolgte übrigens am 18.10.1835, dem vierten Geburtstag von Friedrich.

(49) Deutsche Bauzeitung Jg.15, 1881, S.185f.

(50) Stefan Muthesius: Das englische Vorbild, (Studien zur Kunst des 19. Jahrhunderts, Band 26). München 1974, S. 94 u. 104.

(51) Dohme an Bode, 4.4.1890, Staatliche Museen Preußischer Kulturbesitz/Zentralarchiv (=SMPK/ZA) Nachlass Bode, Nr.1503/1. – siehe auch Berlin und seine Bauten, Band III. Berlin 1896, S. 150, Abb. 354-357. – Landesarchiv Berlin (=LAB) B Rep.202 Nr.1095. - Irmgard Wirth: Die Bauwerke und Kunstdenkmäler von Berlin. Bezirk Tiergarten. Berlin 1955, S. 161.

(52) Albert Geyer: Geschichte des königlichen Schlosses, Band 2. Berlin 2. Auflage 1993, S. 93.

(53) Wilhelm II.: Ereignisse (wie Anm. 24), S. 144. - Im gemeinsamen Immediatbericht des Ministerium des königlichen Hauses (=MkH) u. OHMA, 13.6.1895, wurden die Kosten eines kleinen Saalmodells mit ca. 6500 Mark beziffert, GStA PK, I.HA Rep.89, Nr.20638, Bl. 94.

(54) Geyer (wie Anm. 52), S. 105-113; ausführliche Quellen- u. Literaturhinweise S. 170f., 173-175, Abb. 258-262.

(55) Frederick Ponsonby (Hg.): Briefe der Kaiserin Friedrich. Berlin 1929, S. 439f. - Abbildungen bei Hermann Rückwardt: Schloss Friedrichshof bei Cronberg im Taunus. Berlin 1895, Bl. 10. – Nicht zuletzt dieser Schlossbau führte 1898 zur Benennung einer Straße in Berlin nach dem Ort Kronberg (zuerst Cronberger Str.), vgl. Edition Luisenstadt.

(56) "moderne Hausbauten": Ponsonby (wie Anm. 55), S. 439. In der englischen Originalausgabe, London 1929, wird Ihnes Name nicht erwähnt; er wird nur als "celebrated german architect" bezeichnet, S. 416. – Besichtigung von Schlössern nach Reischach (wie Anm. 35), S. 141.

(57) Dohme an Bode, 26.4.1887 u. 2.5.1887, SMPK/ZA Nachlass Bode, Nr.1503/1.

(58) Meinolf Siemer: Kaiserin Friedrich als Bauherrin, Kunstsammlerin und Mäzenin - "Das schönste Ziel wäre wohl ein ganz neues Gebäude ...", in: Victoria & Albert, Vicky & The Kaiser, hrsg. von Wilfried Rogasch (Ausstellungskatalog Deutsches Historisches Museum). Ostfildern-Ruit 1997, S. 129-143, hier S. 138.

(59) Wilhelm II.: Ereignisse (wie Anm. 24), S. 167f. - Zitat auch bei Seidel (wie Anm. 44), S. 34, mit der Be­merkung: "das ist auch des Kaisers Richtschnur."

(60) Hermann Rückwardt: Schloss Friedrichshof bei Cronberg im Taunus. Berlin 1895, Vorwort.

(61) Muthesius: Vorbild (wie Anm. 50), S. 104.

(62) Hanna Pakula: Victoria. Tochter Queen Victorias (...). München 1999, S. 529.

(63) Cronberger Anzeiger, Nr. 113 (28.9.1899), freundlicher Hinweis von Frau Christine Klössel M.A. vom Archiv der Hessischen Hausstiftung.

(64) Landesarchiv Schleswig, Abteilung 195, Nr.1908, zit. nach Sense (wie Anm. 32), S. 45.

(65) Die Schilderung des Denkmalbaus folgt der detaillierten Darstellung von Wilhelm Jung: Heimatliches Allerlei. Kronberg 1976, S. 113-131, Zitate auf S. 119 u. 126. Für den freundlichen Hinweis danke ich Frau Dr. Christine Jung vom Hauptamt-Archiv der Stadt Kronberg.

(66) Jung (wie Anm. 65), S. 126.

(67) Büro Sliwka Landschaftsplanung: Zur Geschichte und gartenhistorischen Bedeutung des Stadtparks Kronberg i.Ts. (2000) mit Hinweisen zu weiterer Literatur.

(68) Gedruckter Aufruf vom November 1901, GStA PK, I.HA Rep.89, Nr.20907, Bl.6f.

(69) BAW Jg. 3 (1901), S. 63. - ZBv Jg. 23 (1903), S. 572-575.

(70) Bauinspektor Kern an Tiergartenverwaltung, 21.3.1904, LAB A Pr.Br.Rep. 42 Nr. 961.

(71) Emil Heilbutt: Die neuen Denkmäler, in: Kunst und Künstler Jg. 3 (1903), zit. nach Dieter u. Helga Glatzer (Hg.): Berliner Leben 1900-1914, Band 2. Berlin 1986, S. 512. - Zum Denkmal: ZBv Jg. 23 (1903), S. 572-575.

(72) Theodor Goecke: Berliner Plätze und Prachtstrassen, in: Der Städtebau Jg. 1 (1904), S. 151.

(73) Die künstlerische Gestaltung des westlichen Abschlusses des Pariser Platzes in Berlin, in: DBz Jg. 40 (1906), S. 573f., Abb. S. 571.

(74) Wirth (wie Anm. 51), S. 216.